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Aschenbrüder

Cadrage 2007 ( Succès ) - Regie: Steve Walker
Cadrage: 2007
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Kurzfilme, Succès Zürich

Regie: Steve Walker
Produktion: Zürcher Hochschule der Künste

Drehbuch: Markus Heiniger
Plakat
Die Brüder Endo und André haben sich seit Jahren nichts mehr zu sagen. Ihr Vater greift durch sein Testament ein letztes Mal in das Leben seiner Söhne ein und schickt sie auf eine gemeinsame Reise.
Am Anfang scheint es, als wollten die beiden ihr Schweigen fortsetzen - doch zu zweit im Auto ist das nicht ganz so einfach.
Aschenbrüder - ein tragisch-komisches Roadmovie.

Bruno Manser - Laki Penan

Cadrage 2007 ( Zürich ) - Regie: Christoph Kühn
Cadrage: 2007
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Christoph Kühn
Produktion: Filmkollektiv Zürich

Drehbuch: Christoph Kühn
Plakat
1984 verliess der 30-jährige Bruno Manser die Schweiz, um im Dschungel von Borneo seinen Lebenstraum zu verwirklichen. Ausgestattet mit dem Allernotwendigsten traf er Waldnomaden, bei denen er 6 Jahre verbrachte und die seine Familie wurden: Die Penan, ein Volk wie aus der Steinzeit, das sich nur von dem ernährt, was es im Urwald findet.
Ausgezeichnung 2007 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Der Umweltschützer Bruno Manser lebte von 1984 bis 1990 im Dschungel von Borneo und kämpfte u. a. mit dem Buch «Stimmen aus dem Regenwald» gegen die Vertreibung der Penan und die systematische Zerstörung ihrer Lebensgrundlage; seit sieben Jahren ist er verschollen. Im Dokumentarfilm «Bruno Manser – Laki Penan»  begibt sich Chris­toph Kühn auf die Spuren des eigenwilligen Menschenrechtsaktivisten, dem der Urwald zur zweiten Heimat wurde. Mit Staunen und Respekt erzählen Einheimische, wie sie den Westler das (Über-)Leben lehrten. Zeichnungen aus Mansers Notizblöcken zeugen von der intensiven Beschäftigung mit Flora und Fauna des Regenwaldes. Ausschnitte aus Briefen an seine Familie, die er ihnen in Form von Tonbandkassetten zukommen liess, zeigen eine mit Witz begabte Persönlichkeit. Unaufgeregt fügt der Film auf der Bild- und Tonebene die Zeugnisse dieses aussergewöhnlichen Lebens zusammen und schafft die Kunst der Distanzwahrung. Er ist das umfassende Porträt eines Getriebenen, ohne Heldenepos zu sein. Dies auch – und das ist eine besondere Erwähnung wert – dank der souveränen Kamera von Severine Barde.

Chrigu

Cadrage 2007 ( Zürich ) - Regie: Jan Gassmann
Cadrage: 2007
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Jan Gassmann
Produktion: Diagonal Film GmbH

Drehbuch: Thomas Jörg
Plakat
Die Geschichte eines jungen Mannes, der grosse Pläne für sein Leben hatte. Nachdem in seinem Nacken ein Tumor in fortgeschrittenem Stadium entdeckt wird, stirbt er nach 1 1/2 Jahren kurz vor Weihnachten 2005. Jan Gassmann begleitete ihn im letzten Jahr mit der Kamera. Dabei entsteht nicht nur ein Film über den Tod, sondern vielmehr über das Leben.
Ausgezeichnung 2007 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

«Chrigu» ist eine Liebeserklärung an das Leben und an die Freundschaft. «Chrigu» ist aber auch eine Liebeserklärung an das Kino von einem, dem die Kamera offenbar schon immer selbstverständliche Begleiterin war, der sein Leben und dasjenige seiner Freunde – Parties, Konzerte, Reisen – immer filmisch festhielt. So schien es nahelie­gend, auch die hereinbrechende Krankheit, einen seltenen Tumor, zu dokumentieren, bis zum Tod von Chrigu mit 23 Jahren.

Der Film, ein gemeinsames Projekt von Christian «Chrigu» Ziörjen und Jan Gassmann, folgt den letzten Monaten von Chrigu, der sich auch immer wieder selber filmt, befragt und sich so seiner Existenz vergewissert, uneitel, ohne Weinerlichkeit und Sentimenta­lität. Diese Videobilder, montiert mit früheren Aufnahmen und kurzen Texteinblendun­gen, ergeben einen sehr persönlichen, lebendigen, oft erstaunlich lustigen und ver­spielten Film, der sich zum Porträt einer ganzen Generation und unprätentiös zur uni­versellen Reflexion über Freundschaft, Zusammengehörigkeit und den Sinn des Lebens weitet.

Das Fräulein

Cadrage 2007 ( Succès ) - Regie: Andrea Staka
Cadrage: 2007
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Fiction, Succès Zürich

Regie: Andrea Staka
Produktion: Dschoint Ventschr AG (Susann Rüdlinger, Samir)

Drehbuch: Andrea Staka, Barbara Albert, Marie Kreutzer
Plakat
Ruza hat ihre Heimat Serbien vor über 30 Jahren verlassen und lebt in Zürich. Ihr Alltag ist eine Reihe von sich wiederholenden Momenten, bis Ana eines Tages auftaucht und die minutiös konstruierte Welt ins Wanken bringt. Die junge Frau aus Sarajevo ist schön, lebenshungrig und irgendwie verloren. Zwischen den beiden eigenwilligen Frauen entwickelt sich eine zarte Freundschaft.

Die Herbstzeitlosen

Cadrage 2007 ( Succès ) - Regie: Bettina Oberli
Cadrage: 2007
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Fiction, Succès Zürich

Regie: Bettina Oberli
Produktion: Catpics Coproductions AG (Alfi Sinniger)

Drehbuch: Sabine Pochhammer, Bettina Oberli
Plakat
Die 74-jährige Witwe Martha pflegt lieber das Grab ihres geliebten Hans, als den kleinen Laden zu unterhalten. Als sie jedoch ihre Leidenschaft für Spitzen und gepflegte Unterwäsche wiederentdeckt, beschliesst sie, gemeinsam mit ihrer Freundin aus dem Tante-Emma-Laden eine Lingerie-Boutique zu machen. Im Dorf brodelt die Gerüchteküche und es werden Intrigen gesponnen, schliesslich machen alte Frauen «so etwas» nicht.

Dutti der Riese

Cadrage 2007 ( Zürich ) - Regie: Martin Witz
Cadrage: 2007
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Martin Witz
Produktion: Ventura SA

Drehbuch: Martin Witz
Plakat
Gottlieb Duttweiler war ein Mann mit Eigenschaften, eine Persönlichkeit mit vielfältigen Absichten und inneren Widersprüchen, aus Gesinnung ein Demokrat und im Temperament ein Diktator. Ein Visionär, gleichzeitig ein kühl rechnender Realist. Furchtlos, bauernschlau, aggressiv, harmoniebedürftig, tradtitionsbewusst und ebenso zukunftsorientiert. In jungen Jahren ein Kriegsgewinnler, später ein grosser Humanist, Volkstribun, Vollblut-Unternehmer, Botschafter des Gemeinsinns, Egomane, Genossenschafter und Sozialpolitiker, Patriot und Europäer, Robin Hood, liebevoller Ehemann, Haudegen und Querulant, Spieler, und gegen den Schluss seines Lebens - ein grosser Zweifler. - Das Leben als Abenteuer.
Ausgezeichnung 2007 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Mit «Dutti der Riese» legt Martin Witz, der bisher vor allem als Cutter und Co-Dreh­buchautor in Erscheinung getreten ist, seinen ersten Kino-Dokumentarfilm vor. Von der Beerdigungsfeier von Gottlieb Duttweiler im Jahr 1962 ausgehend, rollt der sorgfältig recherchierte Film die Geschichte dieses einzigartigen Schweizer Visionärs und seines Lebensprojekts, der Migros, auf. In packenden Zeitdokumenten und Äusserungen von Weggefährten und Mitarbeitenden entsteht das facettenreiche Porträt eines Mannes voller Widersprüche: eines populistischen Globalisierers «avant la lettre», der zugleich ein Patriot war, eines Geschäftemachers und zugleich Anwalts der sparsamen Haus­frau, der immer wieder seine Sorge um das Gemeinwohl und die Ethik innerhalb des Kapitalismus zum Ausdruck bringt – und im Rückblick auch die Besorgnis, die Migros könnte durch ihren Erfolg am Ende ihre eigenen Ziele unterlaufen. Auf subtile Weise lässt Witz nach und nach neben dem Riesen «Dutti» eine Leerstelle entstehen, die in der Schweiz bisher niemand zu füllen vermochte.

Ein Lied für Argyris

Cadrage 2007 ( Succès ) - Regie: Stefan Haupt
Cadrage: 2007
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Non-Fiction, Succès Zürich

Regie: Stefan Haupt
Produktion: Fontana Film GmbH (Stefan Haupt)

Drehbuch: Stefan Haupt
Plakat
Die Geschichte handelt von einer fast unglaublichen, aber wahren Lebensgeschichte. Sie ist erschütternd und ermutigend zugleich. Es ist die Geschichte von Argyris Sfountouris, der 1944 als kleines Kind ein Massaker der deutschen Besatzungsmacht überlebte und dabei seine Eltern verlor. Und der mit 9 Jahren als griechisches Waisenkind in die Schweiz gebracht wurde, ins Kinderdorf Pestalozzi nach Trogen.

Für die Titelsequenz von I Was A Swiss Banker

Cadrage 2007 - Regie: Thomas Imbach
Cadrage: 2007
Preis / Auszeichnung:
Personenpreis

Regie: Thomas Imbach
Produktion: Okofilm Productions

Preisträger: Alina Günter und Cyril Gfeller
Plakat
Roger Caviezel ist jung, gutaussehend und ein Banker. Als solcher schmuggelt er das Schwarzgeld seiner Kunden über die Grenzen. Als er eines Tages von einem Zöllner kontrolliert wird und der Schmuggel aufzufliegen droht, verliert er die Nerven und drückt aufs Gaspedal. Auf der Flucht vor den Zöllnern rettet er sich mit einem Sprung in den Bodensee, ausgerüstet nur mit Hemd, Unterhosen - und einer Tasche voller Schwarzgeld.
Ausgezeichnung 2007 : Personenpreis
Jury Begründung –

Die Grafikstudentin Alina Günter und der Student der Visuellen Kommunikation Cyril Gfeller haben für den Thomas-Imbach-Film «I Was A Swiss Banker» eine eigenstän­dige, innovative Titel- und Abspannsequenz geschaffen, die sich hervorragend in die verspielte Liebesgeschichte einbettet. Mit der zweidimensional animierten Schling­pflanzen-Typografie im Vorspann taucht man sanft in die Story ein; die dreidimensionale Animation der Abspann-Sequenz öffnet den Raum am Ende der Geschichte. Eine musi­kalisch unterstützte traumwandlerische Fahrt in gezeichneten Schwarz-Weiss-Bildern – an Credits, geschrieben aus Schlingpflanzen, Luftblasen, Möwen und Sternen, vorbei – durch Uferlandschaften, in den Himmel hinauf und endlich ins All. Das Artwork von Alina Günter und die Animationen von Cyril Gfeller machen schon diese Sequenzen zum Ki­noerlebnis.

Jo Siffert Live Fast - Die Young

Cadrage 2007 ( Succès ) - Regie: Men Lareida
Cadrage: 2007
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Non-Fiction, Succès Zürich

Regie: Men Lareida
Produktion: Hugofilm Productions GmbH (Christoph Neracher)

Drehbuch: Men Lareida, Reto Baumann
Plakat
1971 trauerten an Jo “Seppi” Sifferts Beerdigung über 50'000 Menschen in den Strassen seiner Heimatstadt Fribourg. Siffert war ein volksnaher Star, der nach seinem frühen Tod zum Mythos wurde; ein Getriebener und ein Antreiber, der allen, die ihn kennenlernen durften, in lebhafter Erinnerung geblieben ist. Noch heute gilt er als einer der zehn besten Rennfahrer aller Zeiten. Dreieinhalb Jahrzehnte nach seinem tragischen Unfalltod in Brands Hatch wird der legendäre Fribourger endlich zum Filmhelden.

Matchmaker

Cadrage 2007 ( Succès ) - Regie: Gabrielle Antosiewicz
Cadrage: 2007
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Non-Fiction, Succès Zürich

Regie: Gabrielle Antosiewicz
Produktion: C-Films AG (Andi Huber, Peter Reichenbach)

Drehbuch: Tamar Lewinsky
Plakat
Jüdin sucht Jude, Heirat erwünscht: Im Selbstversuch macht sich die dreissigjährige jüdische Regisseurin daran, in Zürich einen Partner zu finden. Auswahl hat sie nur gerade ein paar Dutzend. Um die Sache noch schwieriger zu machen, lädt sie die Kandidaten ein, mit ihr ein traditionelles Sabbat-Brot zu backen. Und während der Ofen läuft, gibt man uns in drei Familienportraits beeindruckend offene Einblicke in das jüdische Liebesleben, von Internet-Verkupplungsseiten über koschere Liebesgeschichten bis zum Geheimnis unter der Frauenperücke. Und am Ende liegen sechs gebackene Brote auf dem Küchentisch...

Nachtflattern

Cadrage 2007 ( Succès ) - Regie: Carmen Stadler
Cadrage: 2007
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Kurzfilme, Succès Zürich

Regie: Carmen Stadler
Produktion: Zürcher Hochschule der Künste

Drehbuch: Carmen Stadler
Plakat
Ein Paar um die 40 lebt seit längerer Zeit in einer Beziehung. Sie haben alles; Wohlstand, Liebe, Sicherheit. Aber all das ist zu etwas Alltäglichem geworden. Eines Abends, der Sex ist schlecht und das Gespräch dumpf, sticheln sie gelangweilt in den Wunden des andern, bis der Mann in der Badewanne in Ohnmacht fällt.
Ein Moment der Angst - eine schlaflose Nacht und eine Begegnung, bei der sie sich wieder neu sehen und der Alltag - nur für kurz zwar - wieder frisch und aufregend ist.

René

Cadrage 2007 ( Succès ) - Regie: Tobias Nölle
Cadrage: 2007
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Kurzfilme, Succès Zürich

Regie: Tobias Nölle
Produktion: Filmbureau

Drehbuch: Tobias Nölle
Plakat
Die Geschichte eines Mannes auf der Suche nach einem Weg aus seiner Einsamkeit. Die Wege sind versperrt und die Suche wird mehr und mehr zu einer Irrfahrt. Vorbei am eigenen Wahnsinn und knapp dem Tod entronnen merkt er langsam, dass die Suche nur bei ihm selbst enden kann.

Sieben Mulden und eine Leiche

Cadrage 2007 ( Zürich ) - Regie: Thomas Haemmerli
Cadrage: 2007
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Thomas Haemmerli
Produktion: Ican Films GmbH

Drehbuch: Thomas Haemmerli
Plakat
An seinem vierzigsten Geburtstag erhält Thomas Haemmerli einen Anruf der Kriminalpolizei. Man bedaure, ihm mitteilen zu müssen, dass seine Mutter tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden sei. Als der Regisseur und sein Bruder die Wohnung der Mutter betreten, trifft sie der zweite Schock: Der Gestank in der Wohnung ist infernalisch, das Chaos gewaltig. Mutter war ein "Messie". Die Wohnung ist von oben bis unten voll gestopft mit allem Hab und Gut, das sie in den letzten Jahrzehnten gesammelt hat.
Ausgezeichnung 2007 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

In seinem Familienporträt «Sieben Mulden und eine Leiche» rekonstruiert Thomas Haemmerli die Biografie seiner eben verstorbenen Mutter, einer leidenschaftlichen Samm­lerin. Während einer einmonatigen Aufräumaktion versuchen sein Bruder und er ihrer Hinterlassenschaft beizukommen. Wie Archäologen tragen sie Schicht um Schicht der unnütz gewordenen Dinge ab, die sich in der Wohnung der toten Frau angestaut haben. Die beiden Brüder stehen dem Chaos verständnislos gegenüber; die Kamera dient ih­nen als Schutzschild. Doch das Material fördert auch einen Haufen ungeordneter Erin­nerungen und Emotionen zu Tage, die sich an die alltäglichen Gegenstände, an Zeitungsausschnitte, Briefe und Gerichtsakten heften und in unzähligen Fotos und Su­per-8-Filmen gespeichert sind. In der Montage fügen sie sich zum Puzzle einer tragi­schen Familiengeschichte, die der Filmemacher nach dem Motto «der eigenen Familie entkommt man nicht» als schwarze Komödie präsentiert.

Tonmeister Dieter Meyer

Cadrage 2007 ( Zürich )
Cadrage: 2007
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Personenpreis als Tonmeister

Der Tonmeister: Dieter Meyer
Plakat
Ausgezeichnung 2007 : Personenpreis als Tonmeister
Jury Begründung –

Allein dieses Jahr zeichnet Dieter Meyer für mehrere Dokumentarfilme als Tontechniker verantwortlich: von den Tiefen des Dschungels auf Borneo («Laki Penan», Regie: Christoph Kühn) bis hinauf in die luftigen Höhen der Alpen («Heimatklänge», Regie: Stefan Schwietert) folgen wir seinen exquisiten Tonspuren ins Reich der Stimmen und Geräusche. Die Namen seiner zahlreichen Kollaborationen lesen sich wie das «Who is who» des heimischen Filmschaffens der letzten 20 Jahre und immer war Dieter Meyer der Garant für den guten Ton. Bekannt für seine zurückhaltende Art und seine innovativen techni­schen Lösungen, vertritt Dieter Meyer (1951*) engagiert die Sache des Direkttons, ohne dessen Qualität der Dokumentarfilm um eine seiner wichtigsten und sinnlichsten Di­mensionen ärmer wäre.

Die Auszeichnung erfolgt auch in Anerkennung der Tatsache, dass Dieter Meyer als unabhängige Instanz sein umfangreiches Knowhow generös mit Studenten und Produ­zenten, Tontechnikern und Regisseuren teilt – ein wichtiger Vorteil für eine Branche, die im stetigen technologischen Wandel begriffen ist.

Vitus

Cadrage 2007 ( Succès ) - Regie: Fredi M. Murer
Cadrage: 2007
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Fiction, Succès Zürich

Regie: Fredi M. Murer
Produktion: Hugofilm Productions GmbH (Christian Davi)

Drehbuch: Peter Luisi, Fredi M. Murer
Plakat
Vitus ist ein Bub wie von einem anderen Stern: Er hört so gut wie eine Fledermaus, spielt wunderbar Klavier und liest schon im Kindergarten den Brockhaus. Kein Wunder, dass seine Eltern eine ehrgeizige Karriere wittern: Vitus soll Pianist werden. Doch das kleine Genie bastelt lieber in der Schreinerei seines eigenwilligen Grossvaters, träumt vom Fliegen und einer normalen Jugend. Schliesslich nimmt Vitus mit einem dramatischen Sprung sein Leben in die eigene Hand...

AlpTraum

Cadrage 2008 ( Succès ) - Regie: This Lüscher
Cadrage: 2008
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Kurzfilme, Succès Zürich

Regie: This Lüscher
Produktion: Presence Production GmbH

Drehbuch: This Lüscher
Plakat
Ein Mann hoch oben in den Schweizer Alpen schaut den EM-Final, in dem die Schweiz vor dem Sieg steht. Doch beim letzten Schuss aufs Tor fällt der TV aus. Er eilt aus der Hütte und stellt entnervt fest, dass ein Fussball in der Satellitenschüssel klemmt.

Auf der Strecke

Cadrage 2008 ( Zürich ) - Regie: Reto Caffi
Cadrage: 2008
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Reto Caffi
Produktion: Blushfilms GmbH

Drehbuch: Reto Caffi
Plakat
Ladendetektiv Manfred Neuhaus ist stets korrekt und dienstbeflissen, denn er lebt für seinen Beruf. Dabei hat er sich in Sarah verliebt, welche auch im Kaufhaus arbeitet. Doch statt ihr seine Gefühle zu gestehen, beobachtet Freddy sie heimlich über das Überwachungssystem. Als er Zeuge eines Gewaltaktes wird und dem Opfer nicht hilft, bricht sein geordnetes Leben vollkommen zusammen: Es war Sarahs Bruder.
Ausgezeichnung 2008 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Als der Ladendetektiv Rolf sein professionelles Auge auf die attraktive Sarah wirft – die Buchhändlerin, die im selben Warenhaus arbeitet wie er, – ahnt er nicht, wie tief ihn sein Begehren in eine Geschichte von Liebe, Eifersucht und Schuld verstricken wird. Wunder­schön gefilmt, nuanciert interpretiert und mit viel Gespür für Witz, Dramatik und überra­schende Wendungen meisterlich inszeniert, entwickelt der Film eine Authentizität, die unsere Neugierde und unsere Sympathie für die Figuren bis zum (bitteren) Ende wachsen lässt, und deren Sog wir uns nur schwer entziehen können.

Reto Caffi zeigt uns mit «Auf der Strecke», wie tief ein kurzer Film gehen kann – und wie spannend und wahrhaftig Fiktion zu sein vermag.

Auf der Strecke

Cadrage 2008 ( Succès ) - Regie: Reto Caffi
Cadrage: 2008
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Kurzfilme, Succès Zürich

Regie: Reto Caffi
Produktion: Blushfilms GmbH

Drehbuch: Reto Caffi
Plakat
Ladendetektiv Manfred Neuhaus ist stets korrekt und dienstbeflissen, denn er lebt für seinen Beruf. Dabei hat er sich in Sarah verliebt, welche auch im Kaufhaus arbeitet. Doch statt ihr seine Gefühle zu gestehen, beobachtet Freddy sie heimlich über das Überwachungssystem. Als er Zeuge eines Gewaltaktes wird und dem Opfer nicht hilft, bricht sein geordnetes Leben vollkommen zusammen: Es war Sarahs Bruder.

Breakout

Cadrage 2008 ( Succès ) - Regie: Mike Eschmann
Cadrage: 2008
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Fiction, Succès Zürich

Regie: Mike Eschmann
Produktion: Zodiac Pictures Ltd. (Reto Schaerli)

Drehbuch: Thomas Hess
Plakat
Zwei Freunde zwischen Hip Hop, Breaken und Knast. Welche Perspektive haben Jungs aus der Agglo, ohne Ausbildung und ohne Job, aber mit 19 «voll im Saft»? Eine radikale Geschichte aus den Zürcher «Banlieu»

Bruno Manser - Laki Penan

Cadrage 2008 ( Succès ) - Regie: Christoph Kühn
Cadrage: 2008
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Non-Fiction, Succès Zürich

Regie: Christoph Kühn
Produktion: Filmkollektiv Zürich (Marianne Bucher)

Drehbuch: Christoph Kühn
Plakat
1984 verliess der 30-jährige Bruno Manser die Schweiz, um im Dschungel von Borneo seinen Lebenstraum zu verwirklichen. Ausgestattet mit dem Allernotwendigsten traf er Waldnomaden, bei denen er 6 Jahre verbrachte und die seine Familie wurden: Die Penan, ein Volk wie aus der Steinzeit, das sich nur von dem ernährt, was es im Urwald findet.

Das Geheimnis von Murk

Cadrage 2008 ( Zürich ) - Regie: Sabine Boss
Cadrage: 2008
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Sabine Boss
Produktion: C-Films AG

Drehbuch: Daniel Howald
Plakat
In der Ehe von Felix und Sarah kriselt es mächtig. Sarah hat genug vom Landleben und besonders von den technischen Experimenten ihres Mannes, welche stets ein Misserfolg sind und kein Geld einbringen. Als eines Morgens in ihrem Feld ein mystischer Kornkreis gesichtet wird, sieht Sarah eine Chance endlich einmal Geld zu verdienen. Doch Felix will davon nichts wissen.
Ausgezeichnung 2008 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Ein verschlafenes Schweizer Dorf reibt sich die Augen, als plötzlich ein Kornkreis auf Ge­meindegebiet auftaucht. Aus diesem Ereignis will man Kapital schlagen, Begehrlichkeiten werden geweckt, Beziehungen auf die Probe gestellt. Das ganze Dorf gerät ausser Rand und Band. «Das Geheimnis von Murk» besticht durch gut geführte Schauspielerinnen und Schauspieler und ein präzises Timing. Ausstattung, Kamera und Musik sind aus einem Guss. Und Dialoge, die den Darstellern auf den Leib geschrieben sind, erlauben es etwa Daniel Rohr, mit Pointen nur so um sich zu schiessen; die Witze sitzen. Zwar operiert der Film zum Teil mit einfachen Klischees, die er spielerisch zur Schau stellt. Er deckt aber mit Charme die Problemchen unserer biederen Existenz auf und wächst an einigen Stellen über sich hinaus. «Das Geheimnis von Murk» von Sabine Boss will eine Klamotte sein – und ist es geworden. Selten ist ein Film seinem Anspruch leichter Unterhaltung so überzeugend und unverkrampft gerecht geworden.

Der Freund

Cadrage 2008 ( Zürich ) - Regie: Micha Lewinsky
Cadrage: 2008
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Micha Lewinsky
Produktion: Langfilm AG

Drehbuch: Micha Lewinsky
Plakat
Emil (25) ist verliebt in Larissa (22). Doch Larissa stirbt, bevor die beiden sich je richtig kennen lernen. Durch einen Zufall wird Emil für ihren Freund gehalten. Larissas Familie nimmt ihn herzlich auf und auch ihre Schwester Nora (24) beginnt sich für den geheimnisvollen jungen Mann zu interessieren. Emil hat plötzlich all die Aufmerksamkeit, die er sich immer gewünscht hat. Nur ist das Leben leider nicht ganz einfach, als "Witwer" einer Frau, die man nie richtig gekannt hat.
Ausgezeichnung 2008 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Unversehens rückt der unscheinbare Student Emil in den Mittelpunkt des Geschehens: Er gibt für die Familie der verstorbenen Larissa vor, nicht irgendein, sondern der Freund zu sein. Darum hat ihn die von ihm bewunderte Sängerin kurz vor ihrem Tod gebeten. Obwohl er Larissa kaum gekannt hat, entspricht Emil diesem Wunsch in einer Mischung aus naiver Treuherzigkeit und dem Bedürfnis, seine soziale Isolation zu durchbrechen. Damit schafft sich «Der Freund» ein dramaturgisch äusserst wirkungsvoll konstruiertes Handlungsgerüst. Denn Emil stellt für die verzweifelten Eltern und die Schwester Larissas, in seiner mitunter unbegreifbaren stoischen Art, eine Projektionsfläche in der Trauerarbeit dar. Gleichzeitig führt er das Publikum in eine durch die Krise aufbrechende Familienstruktur ein, was zu den intensivsten Momenten des Films führt: Die beklemmenden Szenen im Elternhaus und rund um die Beisetzung sind subtil gespielt und inszeniert. Intensiv ins Bild gesetzt wird dies von Pierre Mennels Kamera und auf der Tonebene getragen von der ausnehmend eindringlichen und eigenständigen Filmmusik von Marcel Vaid und Sophie Hunger.

Dutti der Riese

Cadrage 2008 ( Succès ) - Regie: Martin Witz
Cadrage: 2008
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Non-Fiction, Succès Zürich

Regie: Martin Witz
Produktion: Ventura SA (Andreas Pfäffli)

Drehbuch: Martin Witz
Plakat
Gottlieb Duttweiler war ein Mann mit Eigenschaften, eine Persönlichkeit mit vielfältigen Absichten und inneren Widersprüchen, aus Gesinnung ein Demokrat und im Temperament ein Diktator. Ein Visionär, gleichzeitig ein kühl rechnender Realist. Furchtlos, bauernschlau, aggressiv, harmoniebedürftig, tradtitionsbewusst und ebenso zukunftsorientiert. In jungen Jahren ein Kriegsgewinnler, später ein grosser Humanist, Volkstribun, Vollblut-Unternehmer, Botschafter des Gemeinsinns, Egomane, Genossenschafter und Sozialpolitiker, Patriot und Europäer, Robin Hood, liebevoller Ehemann, Haudegen und Querulant, Spieler, und gegen den Schluss seines Lebens - ein grosser Zweifler. - Das Leben als Abenteuer.

Elvira

Cadrage 2008 ( Succès ) - Regie: Sabine Lattmann
Cadrage: 2008
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Kurzfilme, Succès Zürich

Regie: Sabine Lattmann
Produktion: Prêt-à-tourner Produktion GmbH

Drehbuch: Sabine Lattmann
Plakat
Elvira und ein mysteriöser Erzähler sind die Hauptfiguren dieser würzigen Liebesgeschichte, die inmitten von Salatköpfen ausser Kontrolle gerät. Bei so viel Tragik liegen die schnellen Flitzer bleischwer im Magen und ein Aufstossen bleibt nicht aus. Eine Liebesgeschichte, die ans Herz geht. Im wahrsten Sinn des Wortes. Und die aus einem Vegetarier einen Kannibalen macht.

Heimatklänge

Cadrage 2008 ( Succès ) - Regie: Stefan Schwietert
Cadrage: 2008
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Preis Non-Fiction, Succès Zürich

Regie: Stefan Schwietert
Produktion: Maximage GmbH (Brigitte Hofer und Cornelia Seitler)

Drehbuch: Stefan Schwietert
Plakat
Der Klang der Stimme ist der unmittelbarste Ausdruck des Menschen, seiner Gefühle, der wunderbaren Tatsache, dass er existiert. "Heimatklänge" ist ein Film über dieses ursprünglichste aller Instrumente. Im Zentrum des Films stehen aussergewöhnliche Musiker aus der Schweiz und Österreich, deren Klangkosmos weit über das hinausgeht, was wir als Gesang bezeichnen würden. Der Film begegnet den Protagonisten in ihren Lebensräumen. Die Bergwelt mit ihren mächtigen Naturschauspielen wird dabei ebenso zur Bühne wie die Landschaften und Geräuschkulissen der modernen Lebenswelt oder auch der nackte Körper eines Vokalartisten auf der Suche nach der Vielfalt seiner Ausdrucksmöglichkeiten.

Hidden Heart

Cadrage 2008 ( Zürich ) - Regie: Cristina Karrer
Cadrage: 2008
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Fimpreis

Regie: Cristina Karrer
Produktion: Dschoint Ventschr AG

Drehbuch: Cristina Karrer
Plakat
Die Erfolgsgeschichte der Herztransplantation von 1967 hat Christian Barnard aus Kapstadt nicht allein geschrieben, wie man in der Regel glaubt. Am Gelingen der damals sensationellen Operation war ebenso sehr ein schwarzer Mann namens Hamilton Naki beteiligt.
Nächstes Jahr wird es 40 Jahre her sein, seit die erste Herztransplantation stattgefunden hat. Der Film schafft Anlass, die Geschichte der beiden Männer zu erzählen, die eigentlich nicht so verschieden aufgewachsen sind, aber doch durch die Umstände ein ganz anderes Schicksal hatten. «Hidden Heart» erzählt von Glamour, Ungerechtigkeit und Aufbruch.
Ausgezeichnung 2008 : Zürcher Fimpreis
Jury Begründung –

Am 3. Dezember 1967 wurde in Südafrika das erste Herz erfolgreich von einem Menschen in den anderen verpflanzt – nach allgemeinem Dafürhalten von Christian Barnard, der bald zum Medienliebling und zum internationalen Glamourarzt wurde. Erst nachdem das Apartheid­ssystem beseitigt war, warfen südafrikanische Medien die Frage auf, ob Barnard dabei von seinem schwarzen Assistenten nur unterstützt worden sei oder ob Hamilton Naki, der ur­sprünglich als Spitalgärtner gewirkt hatte, die entscheidenden Operationsschritte selber aus­geführt habe. Ohne den Anspruch, alle Fragen restlos zu beantworten, erzählt der Doku­mentarfilm in Interviews mit Freunden, Angehörigen und Mitarbeitenden von Barnard und Naki, mit historischen Film- und Fotodokumenten und nachgestellten Szenen von zwei Men­schen, deren Biographien eine Zeitlang parallel liefen und sich kreuzten, die aufgrund der Rassentrennung aber gänzlich andere Voraussetzungen und einen völlig anderen Ausgang hatten: Individuelle Schicksale und die Geschichte Südafrikas der letzten fünfzig Jahren be­leuchten sich gegenseitig.

Ich träume nicht auf Deutsch

Cadrage 2008 ( Winterthur ) - Regie: Ivana Lalovic
Cadrage: 2008
Kategorie: Winterthur

Preis / Auszeichnung:
Kurzfilmpreis Stadt Winterthur

Regie: Ivana Lalovic
Produktion: Zürcher Hochschule der Künste

Drehbuch: Ivana Lalovic
Plakat
Die 16-jährige Lejla arbeitet als Lehrtochter in einem Restaurant über den Dächern von Sarajevo. Eines Abends trifft sie auf den 43-jährigen Milos. Mit ihm sieht sie die Chance, in die Schweiz zu gehen, wo sie als Flüchtling gelebt hat. Sie ahnt nicht, wie nahe ihr Milos steht.
Ausgezeichnung 2008 : Kurzfilmpreis Stadt Winterthur
Jury Begründung –

In einem Hotel in Sarajevo finden zwei Menschen, die durch den Krieg und die Migration heimatlos geworden sind für eine Nacht lang ein Zuhause. Mit wunderbaren Bildern, lebendigen Figuren und einem der schönsten Leinwanddialoge der letzten Jahre schafft Ivana Lalovic das Kunststück, ihren persönlichen Migrationshintergrund in eine Geschichte von universeller Gültigkeit zu packen.

No More Smoke Signals

Cadrage 2008 ( Zürich ) - Regie: Fanny Bräuning
Cadrage: 2008
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Fanny Bräuning
Produktion: Distant Lights GmbH

Drehbuch: Fanny Bräuning
Plakat
Mitten im ärmsten Indianerreservat der USA liegt die unabhängige Radiostation Kili Radio, die von Aktivisten der indianischen Widerstandsbewegung gegründet worden ist - "Voice of the Lakota Nation" - ,die Stimme der übrig gebliebenen Lakota Indianer.
Ausgezeichnung 2008 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Die Radiostation «Kili Radio» ist der Lebensnerv der Gemeinschaft der Lakota-Indianer. Wie zu Ursprungszeiten des Mediums werden hier Sportanlässe live übertragen, dazwischen meldet eine Hörerin ein getürmtes Pferd, und im Sommer verwandelt sich das Studio in eine Outdoor-Bühne für den lokalen Singer-Songwriter-Wettbewerb. Im Dokumentarfilm «No More Smoke Signals» nimmt Fanny Bräuning den Sender als Ausgangspunkt, um die missliche Lebenssituation der Indigenen in South Dakota zu schildern. In atemberaubenden Land­schaftsaufnahmen (Kamera: Pierre Mennel, Dieter Stürmer, Igor Martinovic) fängt der Film die unendliche Weite und klirrende Kälte des amerikanischen Nordens ein. In lebhaften, aus der Hand gedrehten Interviews mit Bewohnern, die sich nicht unterkriegen lassen, legt er den von Arbeitslosigkeit und Alkoholismus geprägten Alltag frei. Und mit eindrücklichem Ar­chivmaterial rollt er historische Ungerechtigkeiten auf. Der Regisseurin gelingt so nicht nur eine visuell und musikalisch packende Reportage, sondern auch eine stimmungsmässig und rhythmisch ausgewogene Hommage an ein marginalisiertes Volk.

Tell

Cadrage 2008 ( Succès ) - Regie: Mike Eschmann
Cadrage: 2008
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Fiction, Succès Zürich

Regie: Mike Eschmann
Produktion: Zodiac Pictures Ltd. (Lukas Hobi)

Drehbuch: Jürgen Ladenburger
Plakat
Wir befinden uns im Jahre 1291. Ein ungleiches Paar zieht durch die Innerschweiz: Wilhelm Tell, ein reservierter Junggeselle mit österreichischer Staatsbürgerschaft, und VAL-TAH (phonetisch: Walter), ein junger afrikanischer Prinz. Die beiden befinden sich auf geheimer Mission: Sie wollen in die Enzian, die Burg der Habsburger, um den Bau des Festungstors zu verhindern. Denn ist dieses erst einmal fertig, kann die Burg kein Heer der Welt mehr einnehmen. Tells Auftraggeber sind Schweizer Adlige, die ihm bei erfolgreicher Mission seinen Lebenstraum erfüllen: den Schweizerpass!

Verleihfirma Look Now mit Bea Cuttat

Cadrage 2008 ( Zürich )
Cadrage: 2008
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Personenpreis

Verleihfirma Look Now
und ihre Geschäftsführerin Bea Cuttat
Plakat


Ausgezeichnung 2008 : Personenpreis
Jury Begründung –

Was haben «Das Fräulein», «Chrigu» und «Nachbeben» gemeinsam, abgesehen davon, dass sie mit einem Zürcher Filmpreis ausgezeichnet worden sind? Sie wurden alle von Look Now! ins Kino gebracht, der von Bea Cuttat 1988 mitbegründeten und seit 1990 von ihr allein geführten Verleihfirma, die sich vor allem der Förderung und Verbreitung von Schweizer Fil­men verschrieben hat. Mit ihrem Verleih hat Cuttat zahlreiche Filmschaffende seit ihren filmi­schen Anfängen unterstützt und begleitet; das Autorenverzeichnis von Look Now! liest sich wie das «Who is Who» des neueren und neusten Schweizer Films. Zahlreiche Regisseurinnen und Regisseure haben die Kinoauswertung ihrer Filme der beseelten Verleiherin zu verdanken. Doch nicht nur für den Schweizer Film hat sie ein Händchen bewiesen: Dank ihrem cineasti­schen Gespür und ihrer Entdeckungslust hat sie immer wieder eigenwillige Autorenfilme aus Europa und den USA auf die hiesigen Leinwände gebracht. Zudem ist die streitbare Verlei­herin als Präsidentin des Schweizer Studiofilm Verbands SSV auch filmpolitisch aktiv. Die Stadt Zürich hat Bea Cuttat in der Anfangsphase ihrer Firma bereits «für ihre Verdienste am Verleih und an der Produktion von Schweizer Filmen» geehrt. Dass ihr «Kind» Look Now! jetzt 20 Jahre alt ge­worden ist, verdient eine erneute Anerkennung: für Cuttats grosses Engagement um die Vermittlung von herausragendem in- und ausländischem Filmschaffen sowie für ihren uner­müdlichen Einsatz für eine substantielle Filmkultur.

After the Empire

Cadrage 2009 ( Winterthur ) - Regie: Elodie Pong
Cadrage: 2009
Kategorie: Winterthur

Preis / Auszeichnung:
Winterthurer Kurzfilmpreis

Regie: Elodie Pong
Produktion: Venus Riot Productions, Zürich

Plakat
Im Film wird die Welt in eine Schuhschachtel gepackt. Ein Film, in dem Marx auf Marilyn trifft, Batman auf Robin und Martin Luther King auf Frieda aus dem Züribiet. Ganz selbstverständlich verschmilzt die Weltgeschichte mit dem Schicksal der kleinen Frau, grosse Gefühle mit der Superhelden-Pyjamaparty und überwänglicher Pathos mit feiner Ironie.
Ausgezeichnung 2009 : Winterthurer Kurzfilmpreis
Jury Begründung –

Es wurden 5 Filme für den Preis nominiert…der 2. Winterthurer Kurzfilmpreis geht an einen Film, der die Welt in eine Schuhschachtel packt. Ein Film, in dem Marx auf Marilyn trifft, Batman auf Robin und Martin Luther King auf Frieda aus dem Züribiet. Ganz selbstverständlich verschmilzt die Weltgeschichte mit dem Schicksal der kleinen Frau, grosse Gefühle mit der Superhelden-Pyjamaparty und überschwänglicher Pathos mit feiner Ironie.

Bergauf, bergab

Cadrage 2009 ( Zürich ) - Regie: Hans Haldimann
Cadrage: 2009
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Hans Haldimann
Produktion: Haldimann Filmproduktion

Drehbuch: Hans Haldimann
Plakat
Die Schächentaler Bauernfamilie Kempf bewirtschaftet drei Höfe auf verschiedenen Höhenstufen. Je nach dem Stand der Natur ziehen sie mit ihrem Vieh vom einen Hof zum andern, insgesamt 12mal im Jahr. Diese jahrhundertealte Wirtschaftsform ist heute gefährdet, einerseits generell durch die Globalisierung, anderseits zahlt der Bund schon heute keine Beiträge mehr, wenn es darum geht, einen Stall oder ein Wohnhaus neu zu bauen oder zu renovieren.
Der Film zeigt, wie die Betroffenen immer neue Wege finden, mit diesen Widrigkeiten zurechtzukommen. Aufgeben, das ist klar, wollen sie nicht.
Ausgezeichnung 2009 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Auf unterschiedlicher Höhe bewirtschaften die Kempfs drei Höfe im Urner Schächental. Je nach Jahreszeit zieht die Familie von einem Hof zum andern; immer dorthin, wo das Gras am grünsten ist. Der Film steht ganz in der Tradition der ethnografisch interessierten Dokumentationen, die das Leben der einheimischen Bergler und Bauern einfangen; dabei verknüpft er die bekannten Themen der Gattung ohne Nostalgie mit den zeitgenössischen Bedingungen. Unprätentiös und praktisch im Alleingang begleitet Hans Haldimann den entbehrungsreichen Alltag der Familie mit Kamera und Mikrofon. Mit frischem Blick beschwört «Bergauf, bergab» eine Welt, von der wir kaum glauben können, dass es sie noch gibt. Der Lebensmut und eine gesunde Portion Trotz der Protagonisten tragen dazu bei, dass der Film uns liebevoll vom Gegenteil überzeugt: «Es muäss!»

Bergauf, bergab

Cadrage 2009 ( Succès ) - Regie: Hans Haldimann
Cadrage: 2009
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Dokumentarfilm, Succès Zürich

Regie: Hans Haldimann
Produktion: Hans Haldimann Filmproduktion

Plakat
Die Schächentaler Bauernfamilie Kempf bewirtschaftet drei Höfe auf verschiedenen Höhenstufen. Je nach dem Stand der Natur ziehen sie mit ihrem Vieh vom einen Hof zum andern, insgesamt 12mal im Jahr. Diese jahrhundertealte Wirtschaftsform ist heute gefährdet, einerseits generell durch die Globalisierung, anderseits zahlt der Bund schon heute keine Beiträge mehr, wenn es darum geht, einen Stall oder ein Wohnhaus neu zu bauen oder zu renovieren.
Der Film zeigt, wie die Betroffenen immer neue Wege finden, mit diesen Widrigkeiten zurechtzukommen. Aufgeben, das ist klar, wollen sie nicht.

Bird's Nest

Cadrage 2009 ( Succès ) - Regie: Christoph Schaub
Cadrage: 2009
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Dokumentarfilm, Succès Zürich

Regie: Christoph Schaub
Produktion: T&C Film AG (Marcel Hoehn)

Drehbuch: Michael Schindhelm
Plakat
Das Basler Architektenduo Herzog & de Meuron und ihr kontextuelles Bauen in China. Eine Langzeitbeobachtung von 2004-2007 während der Entstehung der Bauten des Olympiastadiums in Peking und eines Stadtteils in der Provinz.

Der Freund

Cadrage 2009 ( Succès ) - Regie: Micha Lewinsky
Cadrage: 2009
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Spielfilm, Succès Zürich

Regie: Micha Lewinsky
Produktion: Langfilm AG (Anne-Catherine Lang)

Drehbuch: Micha Lewinsky
Plakat

Emil (25) ist verliebt in Larissa (22). Doch Larissa stirbt, bevor die beiden sich je richtig kennen lernen. Durch einen Zufall wird Emil für ihren Freund gehalten. Larissas Familie nimmt ihn herzlich auf und auch ihre Schwester Nora (24) beginnt sich für den geheimnisvollen jungen Mann zu interessieren. Emil hat plötzlich all die Aufmerksamkeit, die er sich immer gewünscht hat. Nur ist das Leben leider nicht ganz einfach, als "Witwer" einer Frau, die man nie richtig gekannt hat.

Die Seilbahn

Cadrage 2009 ( Succès ) - Regie: Claudius Gentinetta, Frank Braun
Cadrage: 2009
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Kurzfilm, Succès Zürich

Regie: Claudius Gentinetta, Frank Braun
Produktion: Gentinettafilm

Plakat
In einer Parabel zur letzten Reise unseres Lebens schwebt ein in die Jahre gekommener Mann in einer von Wetter und Rost angegriffenen Seilbahnkapsel in ungewisse Höhen. Schutzlos Regen und Schnee ausgesetzt, steigt das Seilbahnwrack in immer bodenlosere Höhen auf. Doch der Alte ergibt sich seinem Schicksal nicht tatenlos. Bewaffnet mit einer Rolle Klebband zimmert er sich sein eigenes Gehäuse...

Die Standesbeamtin

Cadrage 2009 ( Zürich ) - Regie: Micha Lewinsky
Cadrage: 2009
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Micha Lewinsky
Produktion: Langfilm AG (Anne-Catherine Lang)

Drehbuch: Micha Lewinsky
Plakat
Rahel arbeitet als Standesbeamtin in Liebiswil. Sie traut jede Woche heiratswillige Paare. Sie selber glaubt nicht mehr an die romantische Liebe, seit Ben ihr vor Jahren das Herz gebrochen hat. Und genau dieser Mann will sich jetzt von ihr trauen lassen.
Ausgezeichnung 2009 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Mit Humor und vereinnahmender Leichtigkeit lässt uns der Film eine durchaus ernsthafte Lebenskrise einer kleinstädtischen Beamtin durchleben. Die romantische Komödie erzählt von komplizierten Verstrickungen in Job- und Beziehungsproblemen und natürlich von der (wieder) aufkeimenden grossen Liebe. Es überzeugen weniger die Wendungen der Geschichte, als dass uns der Film emotional in das Beziehungsgeflecht der Figuren einzubinden versteht. Grossen Anteil daran hat die darstellerische Leistung von Marie Leuenberger, der es subtil und unaufgeregt gelingt, die «Standesbeamtin» - die dem Film zu seinem Titel verhilft – zu einer glaubhaften Figur zu machen.

Giulias Verschwinden

Cadrage 2009 ( Zürich ) - Regie: Christoph Schaub
Cadrage: 2009
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Christoph Schaub
Produktion: T&C Film AG (Marcel Hoehn)

Drehbuch: Martin Suter
Plakat
Ausgerechnet an ihrem Fünfzigsten erfährt Giulia am eigenen Leib: «Alter macht unsichtbar!». Eine heiter-melancholische Komödie über das Alter, die Jugend und andere Ewigkeiten.
Ausgezeichnung 2009 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Der Spielfilm kreist thematisch um das Älterwerden in einer auf Jugendlichkeit getrimmten Gesellschaft. Die Dialoge eines Autors jenseits der 60, inszeniert durch einen Regisseur jenseits der 50, lassen Zuschauerinnen und Zuschauer nicht nur dieser Alterskategorie während 90 Minuten abwechslungsweise lächeln, innehalten und leer schlucken. Das starke Drehbuch von Martin Suter, das hervorragende Casting, die gute Schauspielführung und die dokumentarisch anmutende Handkamera formen einen Ensemblefilm, der zwar auf das geschriebene bzw. gesprochene Wort fokussiert, aber dennoch dynamisch bleibt: Eine reife Leistung von Regisseur Christoph Schaub.

Going Against Fate

Cadrage 2009 ( Zürich ) - Regie: Viviane Blumenschein
Cadrage: 2009
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Viviane Blumenschein
Produktion: Turnus Film AG

Drehbuch: Elena Bromund und Viviane Blumenschein
Plakat
Ein sehr intimes Bild der Arbeit des Tonhalle-Orchesters Zürich mit seinem Dirigenten David Zinman. Über zwei Monate werden Proben, Konzerte und Einspielungen der 6. Sinfonie von Gustav Mahler begleitet. Ziel ist es, die Leidenschaft und Hingabe Zinmans und seiner Musiker zu dokumentieren. Hinter den Kulissen wird das Zusammenspiel und der Weg von Dirigent und Orchester bis zur fertigen Aufnahme beobachtet und versucht, das Geheimnis eines musikalischen Meisterwerkes zu ergründen: der Sinfonie.

Ausgezeichnung 2009 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Präzise wird das Tonhalle-Orchester bei der Erarbeitung von Gustav Mahlers 6. Sinfonie beobachtet. Die akribische Analyse des Stücks durch den renommierten Dirigenten David Zinman, die Interpretation der Verflechtung von Mahlers Leben und Werk, die Aneignung der einzelnen Sätze durch die engagierten Musiker: Schnitt für Schnitt lässt uns der Film die ebenso lustbetonte wie humorvolle Aneignung des Werks erleben, als wären wir unmittelbar beteiligt. Der Einsatz mehrerer Kameras und einer speziellen Tonequipe tragen zusätzlich zur herausragenden Qualität dieses Dokumentes unter der Regie von Viviane Blumenschein bei.

Ich träume nicht auf Deutsch

Cadrage 2009 ( Succès ) - Regie: Ivana Lalovic
Cadrage: 2009
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Kurzfilm, Succès Zürich

Regie: Ivana Lalovic
Plakat
Die 16-jährige Lejla arbeitet als Lehrtochter in einem Restaurant über den Dächern von Sarajevo. Eines Abends trifft sie auf den 43-jährigen Milos. Mit ihm sieht sie die Chance, in die Schweiz zu gehen, wo sie als Flüchtling gelebt hat. Sie ahnt nicht, wie nahe ihr Milos steht.

Kameramann Filip Zumbrunn

Cadrage 2009 ( Zürich )
Cadrage: 2009
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis, Personenpreis

Der Kameraman Filip Zumbrunn
Plakat
Ausgezeichnung 2009 : Zürcher Filmpreis, Personenpreis
Jury Begründung –

Es ist noch nicht lange her, dass er sich entschloss, den Job des Kameraassistenten an den Nagel zu hängen – und eine Stufe höher zu klettern. Zuerst in «Strähl», dann in kurzen Abständen in «Grounding», «Fuori delle Corde», «Marcello Marcello» oder derzeit in «Giulias Verschwinden» hat er eine eigene Handschrift als Kameramann entwickelt: Er verwendet vor allem die Handkamera, die elegant den menschlichen Körper und seine Bewegung im Raum auf die Leinwand transportiert; nicht selten benützt er den verspiegelten oder versteckten Blickwinkel. Filip Zumbrunn gehört mit seiner an Hollywood geschulten Bildästhetik, die er auf hiesige Verhältnisse adaptiert, schon nach wenigen Jahren zu den prägendsten Bildgestaltern der Schweiz.

Kameramann Pierre Mennel

Cadrage 2009 ( Zürich )
Cadrage: 2009
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis, Personenpreis

Der Kameramann Pierre Mennel
Plakat
Ausgezeichnung 2009 : Zürcher Filmpreis, Personenpreis
Jury Begründung –

Als Bildverantwortlicher von Fernsehfilmen, Dokumentar- und Spielfilmen wie «Die Standesbeamtin» hat er sich in den letzten fünfzehn Jahren zunächst den Ruf als verlässlicher, einer klassischen Ästhetik verpflichteten Kameramann erarbeitet. Sein fachliches Wissen gibt er nicht nur als Dozent an der ZHdK weiter, er fotografiert regelmässig auch Kurzfilme und Erstlingswerke. Als federführendem Kameramann von «No More Smoke Signals», mit Aufnahmen, die den Landschaften des Indianerreservats eine herbe Sinnlichkeit abtrotzen, ist ihm letztes Jahr ein eindrückliches Statement gelungen. Aktuell beweist er in Pipilotti Rists «Pepperminta» seine gestalterische Vielseitigkeit. Pierre Mennels Leidenschaft fürs Kino trägt massgeblich zum Gelingen zahlreicher Schweizer Filme bei.

Marcello, Marcello

Cadrage 2009 ( Succès ) - Regie: Denis Rabaglia
Cadrage: 2009
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Spielfilm, Succès Zürich

Regie: Denis Rabaglia
Produktion: C-Films AG (Anne Walser)

Drehbuch: Denis Rabaglia
Plakat
Ein Dorf im Italien der 50er Jahre. Marcello, Sohn eines armen Fischers, träumt von der bezaubernden Elena. Entsprechend einer alten Tradition - feiert ein Mädchen den 16. Geburtstag, entscheidet sich der Vater aufgrund der dargebrachten Gaben, welcher Junge sich mit ihr verabreden darf - macht sich Marcello auf die Suche nach dem perfekten Geschenk. Während der Jagd auf das "Jahrhundertgeschenk" muss er feststellen, dass jeder Dorfbewohner etwas will, was eigentlich dem Nachbarn gehört. Bald wächst seine Herzensmission zu einem ungewöhnlichen Versöhnungsprozess innerhalb des Dorfes an.

Max Frisch, Citoyen

Cadrage 2009 ( Succès ) - Regie: Matthias von Gunten
Cadrage: 2009
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Dokumentarfilm Succès Zürich

Regie: Matthias von Gunten
Produktion: HesseGreutert Film AG (Valentin Greutert)

Drehbuch: Matthias von Gunten
Plakat
Der Film erzählt Max Frischs Geschichte, wie seine gelebte Zeitgenossenschaft entstand und sich durch sein Leben zog. Nicht die Aufzählung biografischer Stationen ist gemeint - die sind hinreichend bekannt - sondern die innere Bewegung und Auseinandersetzung Frischs mit seiner Zeit, die nicht zu trennen war vom Zeitgeschehen selbst. Der Blick auf seinen Weg wird damit gleichzeitig ein Blick in die Geschichte des 20. Jahrhunderts, die Frisch vor allem in der Schweiz und in Deutschland, aber auch in anderen Ländern erlebte und reflektierte. Ein Blick also in unsere eigene jüngste Geschichte, die wir schon fast vergessen haben, die aber unter unseren Füssen liegt und aus der unser Heute hervorgegangen ist.

Rocksteady - The Roots of Reggae

Cadrage 2009 ( Zürich ) - Regie: Stascha Bader
Cadrage: 2009
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Stascha Bader
Produktion: HesseGreutert Film AG (Valentin Greutert)

Drehbuch: Stascha Bader
Plakat
Auf der kleinen Karibikinsel Jamaika wurde vor 40 Jahren ein Musikstil geboren, der die ganze Welt eroberte. Doch die faszinierende Geschichte des Vorläufers des Reggae - dem beschwingt-melancholischen «Rocksteady» - wurde noch nie erzählt.
Ausgezeichnung 2009 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Der Dokumentarfilm lässt uns in eine grossartige Bewegung der jamaikanischen Musik eintauchen und die Wurzeln des Reggae ergründen. Der Rocksteady wird uns nicht nur durch seine umwerfend coolen Protagonisten vorgestellt, die Qualität des Films ist es vor allem, deren einzigartigen Sound durch die visuelle Gestaltung des Films erlebbar zu machen. Die schleppenden Rhythmen scheinen zuweilen den Puls für die Montage vorgegeben zu haben, und in den prächtigen Farbkompositionen schwingen Intensität und Groove des Musikstils mit.

Sounddesigner Peter Bräker

Cadrage 2009 ( Zürich )
Cadrage: 2009
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis, Personenpreis

Der Sounddesigner Peter Bräker
Plakat
Ausgezeichnung 2009 : Zürcher Filmpreis, Personenpreis
Jury Begründung –

Als ausgebildeter Coiffeur wechselt er in den Achtzigerjahren als Tontechniker zum Schweizer Fernsehen und vertont schon bald das «Gutenachtgeschichtli». Mit Beginn des digitalen Zeitalters in den Neunzigern wird er zu einer bedeutenden Figur des Schweizer Films: Virtuos und innovativ tüftelt er als Geräuschemacher, Sounddesigner und Komponist am ebenso originellen wie perfekten Ton von Videos, Spiel- und Dokumentarfilmen, zu Beginn von Pipilotti Rist, dann von Thomas Imbach, Samir oder Sabine Gisiger, jüngst von Christoph Schaub und Micha Lewinsky in «Giulias Verschwinden» und «Die Standesbeamtin». Peter Bräker ist ein Tonwerker mit ausgefeilter Handschrift – ein echter  «Rumorista», wie er sich selber gerne nennt.

The Sound of Insects

Cadrage 2009 ( Zürich ) - Regie: Peter Liechti
Cadrage: 2009
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Peter Liechti
Produktion: Liecht Filmproduktion

Drehbuch: Peter Liechti
Plakat
Im tiefsten Winter findet der Jäger S. im abgelegensten Waldstrich des Landes die Mumie eines etwa 40-jährigen Mannes. Aufgrund der minuziösen Aufzeichnungen des Toten stellt sich heraus, dass der Mann im vorhergegangenen Sommer Selbstmord durch Verhungern begangen hatte.
Ausgezeichnung 2009 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Ein Mann begibt sich in die Waldeinsamkeit, um sich zu Tode zu hungern. Fasziniert von einem fiktionalen, in Tagebuchform gehaltenen Text des japanischen Schriftstellers Mashiko Shimada, der seinerseits auf einer wahren Begebenheit beruht, sucht der Regisseur für seine filmische Rekonstruktion der radikalen Verweigerung ebenso radikale Bilder und Töne. Als Leitmotiv dient ihm eine durchsichtige, Schutz gebende Plastikplane im Wald, deren minimale Veränderung durch die Einwirkungen der Natur den Zerfall des Erzählers spiegelt. Immer wieder blitzen dazwischen Stadt- und Reiseimpressionen auf, klingen realistische oder imaginäre Töne an, ohne dass dadurch die Vorgeschichte des Protagonisten eindeutig festgemacht wird. Peter Liechti konzentriert sich ganz auf das gegenwärtige innere und äussere Erleben des unsichtbar und unpersönlich bleibenden Protagonisten und Ich-Erzählers. Dieser wird damit zu einer Projektionsfläche für freie Assoziationen über das Leben und den Tod; der Film erzeugt einen Bewusstseinszustand zwischen Traum, schweifenden Gedanken und intensiver Selbstbefragung.

Die Standesbeamtin

Cadrage 2010 ( Succès ) - Regie: Micha Lewinsky
Cadrage: 2010
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Spielfilm

Regie: Micha Lewinsky
Produktion: Langfilm AG, Freienstein

Drehbuch: Micha Lewinsky und Jann Preuss
Plakat
Rahel arbeitet als Standesbeamtin in Liebiswil. Sie traut jede Woche heiratswillige Paare. Sie selber glaubt nicht mehr an die romantische Liebe, seit Ben ihr vor Jahren das Herz gebrochen hat. Und genau dieser Mann will sich jetzt von ihr trauen lassen.

Giulias Verschwinden

Cadrage 2010 ( Succès ) - Regie: Christoph Schaub
Cadrage: 2010
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Spielfilm

Regie: Christoph Schaub
Produktion: T&C Film AG, Zürich

Drehbuch: Martin Suter
Plakat
Ausgerechnet an ihrem Fünfzigsten erfährt Giulia am eigenen Leib: «Alter macht unsichtbar!». Eine heiter-melancholische Komödie über das Alter, die Jugend und andere Ewigkeiten.

Goodnight Nobody

Cadrage 2010 ( Zürich ) - Regie: Jacqueline Zünd
Cadrage: 2010
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Jacqueline Zünd
Produktion: Docmine Productions AG, Zürich

Drehbuch: Jacqueline Zünd
Plakat
"Goodnight Nobody" begibt sich in die geheimnisvolle Welt des Schlaflosen. Sechs Insomniacs aus verschiedenen Ländern laden uns für eine Nacht in ihre Welt ein und öffnen uns den Blick  in der Dunkelheit. Es sind Menschen, die ihren Schlaf gegen eine andere Welt getauscht haben - ein Universum, dass uns ahnungslosen Schläfern verschlossen bleibt. Dort, wo die Augen weniger sehen, sieht der Geist umso mehr. In diesem Zustand permanentem Uebergangs löst sich Innen und Aussen auf, fliesst ineinander und plötzlich ist da keine Kontrolle mehr.
Ausgezeichnung 2010 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Der Dokumentarfilm «Goodnight Nobody» von Jacqueline Zünd fängt die nackte Existenz von vier Schlaflosen ein, die zwar auf vier verschiedenen Kontinenten leben, sich aber durch eine gemein­same monströse Kulisse bewegen: die Nacht. Nüchtern im Kino sitzend, die Füsse auf dem Boden, wird man in den Rausch dieser Zwischenwelt hineingezogen: Ein hervorragendes Casting, für die grosse Leinwand inszenierte und getaktete Bilder, traumwandlerische Musik und ein ausgewähltes Sounddesign bescheren auch dem Schlafenden das verhängnisvolle Glücksgefühl, wie die Protago­nisten der unwiderstehlichen Kraft des Dunkels hilflos ausgesetzt zu sein und seit Jahren nicht mehr schlafen zu können.

Las Pelotas

Cadrage 2010 ( Succès ) - Regie: Chris Niemeyer
Cadrage: 2010
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Kurzfilm

Regie: Chris Niemeyer
Produktion: Plan B Film GmbH, Zürich

Drehbuch: Chris Niemeyer
Plakat
Am Junioren-Fussballturnier in einer argentinischen Provinzstadt haben Chato und Lopez ein Problem: Die Scouts aus Buenos Aires beurteilen keinen der beiden Söhne als gut genug… aber eine Mischung, das wär's! Doch Lopez hat eine Idee, schliesslich sei Talent genetisch. Nur dank den aufgeschlossenen Ehefrauen kommts zur grossen «Kreuz-Paarung», natürlich unter strenger Beobachtung der Grossmutter.

Maximage GmbH

Cadrage 2010 ( Zürich ) - Regie: Brigitte Hofer und Cornelia Seitler
Cadrage: 2010
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis, Personenpreis

Regie: Brigitte Hofer und Cornelia Seitler
Produktion: Maximage GmbH

Plakat
Ausgezeichnung 2010 : Zürcher Filmpreis, Personenpreis
Jury Begründung –

Maximage hat dieses Jahr mit «Hugo Koblet – Pédaleur de charme» und «Toumast» zwei Filme vorgelegt, die den hohen qualitativen Standard, aber auch das breite Portfolio der Zürcher Produktionsfirma spiegeln: Seit 1997 produzieren Brigitte Hofer und Cornelia Seitler mit grossem Engagement Spiel- und Dokumentarfilme, die – wie z. B. Stefan Schwieterts «Heimatklänge» – sowohl Schweizer Traditionen zugeneigt als auch dem internationalen Kontext verpflichtet sind (Yves Scagliolas «The Beast Within»).

Die Filmografie umfasst cineastische Perlen wie Peter Mettlers «Gambling, Gods and LSD» und gehobene Unterhaltung; sie zeugt von Risikofreude, der kontinuierlichen Pflege der Autoren, aber auch der Förderung des filmischen Nachwuchses: Ein anspruchsvoller Mix, den auch die in Produktion befindlichen Projekte bestätigen.

No More Smoke Signals

Cadrage 2010 ( Succès ) - Regie: Fanny Bräuning
Cadrage: 2010
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Dokumentarfilm

Regie: Fanny Bräuning
Produktion: Distant Lights GmbH, Zürich

Drehbuch: Fanny Bräuning
Plakat
Mitten im ärmsten Indianerreservat der USA liegt die unabhängige Radiostation Kili Radio, die von Aktivisten der indianischen Widerstandsbewegung gegründet worden ist - "Voice of the Lakota Nation" - die Stimme der übriggebliebenen Lakota Indianer.

Pizza Bethlehem

Cadrage 2010 ( Zürich ) - Regie: Bruno Moll
Cadrage: 2010
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Bruno Moll
Produktion: PS Film GmbH, Zürich

Drehbuch: Bruno Moll
Plakat
Bethlehem ist ein Stadtquartier Berns. Niedrige Gartensiedlungen und wuchtige Wohnmaschinen stehen dicht nebeneinander. Immigranten aus über 30 Nationen haben sich hier niedergelassen. Mit 36% von 12'653 Einwohnern hat das Quartier einen der grössten Ausländeranteile der Schweiz. Der Schmelztiegel Bethlehem gilt in Bern als Problemzone. In kaum einem anderen Bereich sind die Wirkungen der Immigration so unmittelbar spürbar wie in den Fussballklubs landauf und landab. Der Fussballverein ist darum ein Ort, in dem die grassierenden Vorurteile schneller abgebaut werden und damit wirkt er auf konstruktive Weise integrierend. Fussball hilft mit, sich die neue Heimat besser zu erschliessen.
Im Mittelpunkt des Films stehen die Juniorinnen A des Fussballklubs Bethlehem. In dieser Mannschaft finden sich mehrheitlich Immigrantinnen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren. Der Film fokussiert sporadisch die Aktivität der Mannschaft über den Zeitraum eines halben Jahres. Fünf bis sechs junge Frauen - Schweizerinnen und Ausländerinnen - möchten wir dabei vertieft porträtieren. Der Film zeigt - neben dem Fussballspiel - auch ihren Alltag in Schule, Berufslehre, Freizeit und Familie. Er fragt die Protagonistinnen nach ihrem Selbstverständnis, ihren Träumen, Sorgen und Ängsten, fragt nach dem Verbindenden und Trennenden. Fragt nach der Beziehung zum Fremden im eigenen Land und nach dem Zurechtfinden in einem fremden Umfeld. Und so erzählt der Film beiläufig die heutige Realität des Quartiers.
Ausgezeichnung 2010 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Der Finger gleitet über die Klingelknöpfe, eine Frauenstimme zählt auf: Mazedonien, Italien, Angola ... So bunt zusammengesetzt wie die Bewohner eines Wohnturms in der Berner Agglomeration sind, so vielfältig präsentiert sich der Mix der Mannschaft des FC Bethlehem – mit einem matchentscheiden­den Unterschied: Sie besteht ausschliesslich aus jungen Frauen. Ihre Leidenschaft gilt dem Fussball, und mit herzerfrischender Offenheit lädt uns der Dokumentarfilm von Bruno Moll in ihre Welt zwischen Shoppingcenter und Schule, Familie und Freundschaft ein. Und schon bald wird der Schlachtruf der «Modis», den sie vor jedem Match im Chor anstimmen, zum Motto des Films: «Was wemmär?» «Gwünnä!»

Schlaf

Cadrage 2010 ( Winterthur ) - Regie: Claudius Gentinetta und Frank Braun
Cadrage: 2010
Kategorie: Winterthur

Preis / Auszeichnung:
Kurzfilmpreis

Regie: Claudius Gentinetta und Frank Braun
Produktion: Gentinettafilm, Zürich

Plakat
Ein dunkler absurder Alptraum, begleitet von einem Schnarchen, das in seiner Klangwelt menschlicher nicht sein könnte.
Ausgezeichnung 2010 : Kurzfilmpreis
Jury Begründung –

Kurz und knapp und absolut vollkommen: So schön kann animiertes Kino sein. Claudius Gentinetta und Frank Braun präsentieren vier Minuten Perfektion in Bild und Ton und schaffen eine wunderbare Parabel auf nächtlichen Lärm und den Wunsch diesen zu beenden.

Schonzeit

Cadrage 2010 ( Succès ) - Regie: Irene Ledermann
Cadrage: 2010
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Kurzfilm

Regie: Irene Ledermann
Produktion: Zürcher Hochschule der Künste, Zürich

Drehbuch: Irene Ledermann
Plakat
Ein poetischer Film, erzählt aus der Perspektive eines Kindes. Die kleine Linda schafft es, sich durch die Schöpfung einer eigenen Phantasiewelt zu stärken, sie gewinnt Selbständigkeit und Selbstvertrauen und tritt gestärkt in die Realität.

Tannöd

Cadrage 2010 ( Zürich ) - Regie: Bettina Oberli
Cadrage: 2010
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Bettina Oberli
Produktion: Hugofilm Productions GmbH, Zürich

Drehbuch: Bettina Oberli
Plakat
Als einige Jahre nach dem brutalen Mord an einer ganzen Familie auf dem abgelegenen Hof Tannöd Kathrin an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt, ist der Mörder noch immer nicht gefunden. Immer tiefer taucht sie ein in die dunklen Geheimnisse des Dorfes, und sie muss erkennen, dass der Fall viel mehr mit ihr zu tun hat, als ihr lieb ist.
Ausgezeichnung 2010 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Bettina Oberli ist mit der Verfilmung von «Tannöd» nach dem gleichnamigen Roman der deutschen Autorin Andrea Maria Schenkel eine starke filmische Umsetzung geglückt. Zusammen mit ihrer Protagonistin Kathrin (Julia Jentsch) lässt uns die Regisseurin in eine dörfliche Gesellschaft der 50er Jahre eintauchen, die von einem furchtbaren Mordfall erschüttert wurde. Mit holzschnittartigen Figu­renzeichnungen und in dramatisch zugespitzter Erzählweise wird ein beklemmendes Klima von Miss­trauen, Anschuldigung und Angst im Beziehungsgeflecht der Dorfbewohner geschaffen. Das Werk überzeugt zudem durch seine wuchtige expressive Bildsprache, die viel zum vereinnahmenden Film­erlebnis beiträgt.

The Sound of Insects

Cadrage 2010 ( Succès ) - Regie: Peter Liechti
Cadrage: 2010
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Dokumentarfilm

Regie: Peter Liechti
Produktion: Liechti Filmproduktion GmbH, Zürich

Drehbuch: Peter Liechti
Plakat
Im tiefsten Winter findet der Jäger S. im abgelegensten Waldstrich des Landes die Mumie eines etwa 40-jährigen Mannes. Aufgrund der minuziösen Aufzeichnungen des Toten stellt sich heraus, dass der Mann im vorhergegangenen Sommer Selbstmord durch Verhungern begangen hat.

Zahn um Zahn

Cadrage 2010 ( Succès ) - Regie: Ivana Lalovic
Cadrage: 2010
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Kurzfilm

Regie: Ivana Lalovic
Produktion: ABBC Productions, Lausanne

Drehbuch: Florian Siegrist
Plakat
Aus Versehen rettet ein junger «Fascho» ein dunkelhäutiges Mädchen. Schon bald steckt er selber in der Klemme.

Zu Zweit

Cadrage 2010 ( Zürich ) - Regie: Barbara Kulcar
Cadrage: 2010
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Barbara Kulcar
Produktion: Plan B Film GmbH, Zürich

Drehbuch: Barbara Kulcsar
Plakat
Jana und Andreas entfliehen dem Alltag in ein romantisches Wochenende ins Tessin und schlittern geradewegs in eine Ehekrise.
Ausgezeichnung 2010 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Ein Paar Mitte dreissig, zwei Kinder im (Vorschul-)Alter und eine Beziehung, der ob der Alltagsbanalität die Liebe abhanden zu kommen droht: Ausgehend von einem klassisch anmutenden Setting ent­wickelt Barbara Kulcsar in realismusnaher Umsetzung eine Rettungs- und Ausbruchsphantasie, wel­che die Protagonisten zu einem Wochenende ins Tessin zwingt. Erzählt, rekonstruiert und ironisch gebrochen wird das Geschehen aus der Perspektive der nachmaligen Paartherapie. «Zu zweit“ be­sticht durch die Lust am inszenatorischen Risiko, die unerwartete Entwicklung des Plots und die Un­mittelbarkeit des Spiels von Linda Olsansky und Thomas Douglas: ein kraftvolles Spiegelbild des Lebens auf halber Treppe.

Bödälä - Dance The Rhythm

Cadrage 2011 ( Succès ) - Regie: Gitta Gsell
Cadrage: 2011
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz: Dokumentarfilm

Regie: Gitta Gsell
Produktion: Reck Filmproduktion GmbH, Zürich

Drehbuch: Gitta Gsell
Plakat
Ein temporeicher Film über Menschen die tanzen und dabei ihre Füsse in archaischer, kraftvoller Weise zum Ausdrucksmittel machen. Ausgehend vom «Bödelen» und «Gäuerlen» in der Innerschweiz lädt der Film zu einer kleinen Weltreise von Stepptanz über Clogging bis zu Flamenco ein.

Champions

Cadrage 2011 ( Succès ) - Regie: Riccardo Signorell
Cadrage: 2011
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz: Spielfilm

Regie: Riccardo Signorell
Produktion: Lichtspiele GmbH (Thomas Löhrer), Küsnacht

Drehbuch: Riccardo Signorell, Urs Bühler
Plakat
Der EHC Arosa geht just im Moment des lang ersehnten Comebacks Bankrott. Ausser einem Rumpfteam aus Junioren bleibt nichts übrig. Um den Club zu retten, zwängen die alten Champions ihre dicken Wampen wieder in die Hockeyhosen und versuchen zusammen mit einem Haufen undisziplinierter Junioren die Saison zu einem glücklichen Ende zu bringen.

Day Is Done

Cadrage 2011 ( Zürich ) - Regie: Thomas Imbach
Cadrage: 2011
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Thomas Imbach
Produktion: Okofilm Productions GmbH, Zürich

Drehbuch: Thomas Imbach
Plakat
«Day Is Done» erzählt die Geschichte eines modernen Mannes. Wir bekommen Einblick in seine Beziehungen und seine Einsamkeit; wie Geburt und Tod sein Leben verändern; wie er sich versteckt und dennoch immer wieder Wege findet, sich uns mitzuteilen.
Ausgezeichnung 2011 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Mit «Day Is Done» wendet sich Thomas Imbach nach einem Abstecher zum Spielfilm wieder dem essayistischen Dokumentarfilm zu und macht über ein Jahrzehnt seiner eigenen Biographie ein Stück weit öffentlich: Über Nachrichten auf seinem Telefonbeantworter erleben wir seine Vaterschaft in allen Schattierungen, sein Liebesleben, aber auch seine berufliche Laufbahn mit. Auf der Bildebene präsentiert uns Imbach – neben sparsam eingesetzten Home Movies – bald ganz alltäglich-banale, bald atemberaubende Ansichten aus seinem Atelier über den Bahngleisen. So gelingt es ihm, zu Reflexionen über die vergehende Zeit, die sich verändernde Stadt Zürich, über verpasste und genutzte Chancen anzuregen. Durch seine strenge formale Gestaltung wirkt der Film weder exhibitionistisch noch apologetisch, sondern – nicht zuletzt auch durch die geschickt eingesetzten Songs – inspirierend und poetisch zugleich.

Der ewige Tourist

Cadrage 2011 ( Winterthur ) - Regie: Lorenz Suter
Cadrage: 2011
Kategorie: Winterthur

Preis / Auszeichnung:
Kurzfilmpreis Winterthur

Regie: Lorenz Suter
Produktion: Zürcher Hochschule der Künste, Zürich

Drehbuch: Lorenz Suter
Plakat
Im Hier und Jetzt eines Strandhotels lebt Sven mit seiner Freundin den Traum eines unbeschwerten Lebens. Als sie ihre Abreise ankündigt, steht Sven auf einmal ohne Frau und Zimmer da. Die Suche nach neuem Unterschlupf verkommt zur nächtlichen Odyssee, in der Sven immerzu dem Ideal derselben Frau nacheifert.
Ausgezeichnung 2011 : Kurzfilmpreis Winterthur
Jury Begründung –

Der Zürcher Lorenz Suter gehört zu den vielversprechenden Nachwuchstalenten des Schweizer Kinos. Seine Filme zeigen keinerlei Berührungsängste mit dem Genrekino und sprechen doch ihre ganz eigene Sprache. Als einer der wenigen seiner Generation wagt er sich aufs rutschige Terrain der Komödie – ohne jemals den Halt zu verlieren. Dialekt-Dialoge, die sitzen und Figuren, die man in ihrer ganzen Unmöglichkeit ins Herz schliessen muss, sind das Markenzeichen seines Masterfilms «Der ewige Tourist» und werden uns hoffentlich auch in Zukunft immer wieder begegnen.

Der Grosse Kater

Cadrage 2011 ( Succès ) - Regie: Wolfgang Panzer
Cadrage: 2011
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz: Spielfilm

Regie: Wolfgang Panzer
Produktion: Abrakadabra Films AG (Claudia Wick), Zürich

Drehbuch: Claus Hant
Plakat
Kurz vor einem Staatsempfang entdeckt der Schweizer Bundespräsident, dass sein grösster Rivale eine Intrige gesponnen hat, die ihn entweder die Karriere oder die Familie kosten wird. Adaption des gleichnamigen Romans von Thomas Hürlimann.

Giochi d'estate

Cadrage 2011 ( Zürich ) - Regie: Rolando Colla
Cadrage: 2011
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Rolando Colla
Produktion: Peacock Film AG, Zürich

Drehbuch: Rolando Colla
Plakat
Ein gewalttätiger 12-jähriger Junge verarbeitet in Spielen mit anderen Kindern die traumatisierenden Gewaltausbrüche seines Vaters, verliebt sich in ein Mädchen und beginnt, sich vom Vater zu lösen und eigene Wege zu gehen, um das Mädchen für sich zu gewinnen.
Ausgezeichnung 2011 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

In «Giochi d'estate» (Sommerspiele) erkundet Rolando Colla die verwirrende Gefühlswelt der Adoleszenz. Vor der Kulisse eines sommerlichen Campingplatzes und Strandes inszeniert er die Geschichte einer Gruppe von Jugendlichen, die hin- und hergerissen sind zwischen Kindheit und Erwachsenenwelt, eigenen Wünschen und den Erwartungen der Eltern. Facettenreich und nuanciert zeichnet der Film die ersten Schritte der Spielgefährten auf unbekanntem Terrain nach: Aus Fremdheit wird Begehren, aus Unschuld Ernst. Der Film überzeugt insbesondere auch durch das Casting und die Schauspielerführung des jugendlichen Ensembles.

Mit Fr. 10'000 wird zudem die Kameraarbeit von Lorenz Merz in diesem Film ausgezeichnet. Der ehemalige Absolvent der Zürcher Hochschule der Künste war bereits mit seiner Arbeit an Irene Ledermanns mehrfach ausgezeichnetem ZHdK-Diplomfilm «Schonzeit» 2009 aufgefallen. Sinnlich und ohne je kitschig zu werden, verleihen seine Bilder der Welt der Jugendlichen Authentizität und lassen zugleich die universellen Dimensionen des Dramas erahnen.

Guru

Cadrage 2011 ( Succès ) - Regie: Sabine Gisiger, Beat Häner
Cadrage: 2011
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz: Dokumentarfilm

Regie: Sabine Gisiger, Beat Häner
Produktion: Das Kollektiv GmbH, Zürich

Drehbuch: Beat Häner
Plakat
Die skandalumwitterte und sagenumwobene Geschichte der sogenannten Neo-Sannyasin-Bewegung um den indischen Guru und Mystiker Bhagwan Shree Raijneesh, der 1990 verstarb. Trotz oder wegen aller Eskapaden waren die «Neo-Sannyasins» in der westlichen Welt eine der einflussreichsten spirituellen Bewegungen der letzten 30 Jahre. Die Anhänger wollten ihr individuelles «wahres Selbst» finden und landeten in einer straff organisierten Gemeinschaft, die totalitäre Züge aufwies.

Hell

Cadrage 2011 ( Zürich ) - Regie: Tim Fehlbaum
Cadrage: 2011
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Tim Fehlbaum
Produktion: Vega Film AG, Zürich

Drehbuch: Tim Fehlbaum
Plakat
Die Welt ist aus den Fugen. Das Klima spielt verrückt...nach nur wenigen Monaten herrschen in Mitteleuropa schlimmere Zustände, als wir sie aus den Krisengebieten der dritten Welt kennen. Eine düstere Zukunftsvision, erzählt aus der Perspektive einer jungen Frau, die auf der Suche nach Wasser über sich hinauswachsen muss, um das zu beschützen, was sie liebt.
Ausgezeichnung 2011 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Im Spielfilmerstling von Tim Fehlbaum kämpfen sich die Überlebenden einer Klimakatastrophe auf der Suche nach Wasser und Benzin durch ausgedörrte Landschaften und sengende Hitze; die Ausnahmesituation stellt die menschliche Solidarität auf die Probe. Die Mechanismen im Überlebenskampf werden authentisch und überraschungsreich aufgezeigt; die starken Frauenfiguren liefern eine eindrückliche Darstellung des ständigen Kampfs um ihr Leben.

Der Film besticht durch handwerkliches Können, gutes Timing und atmosphärische Dichte und baut eine Spannung auf, der man sich kaum entziehen kann. Ebenso überzeugt der Film durch seine Stilsicherheit (Ausstattung, Wahl der Schauplätze, Kostüme) und starke Visualität.

Tim Fehlbaum ist ein viel versprechendes Talent, auf dessen weitere Werke man gespannt sein darf.

Kameramann Lorenz Merz / Giochi d'estate

Cadrage 2011 ( Zürich ) - Regie: Rolando Colla
Cadrage: 2011
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Rolando Colla
Produktion: Peacock Film AG, Zürich

Plakat
Ein gewalttätiger 12-jähriger Junge verarbeitet in Spielen mit anderen Kindern die traumatisierenden Gewaltausbrüche seines Vaters, verliebt sich in ein Mädchen und beginnt, sich vom Vater zu lösen und eigene Wege zu gehen, um das Mädchen für sich zu gewinnen.
Ausgezeichnung 2011 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Es wird die Kameraarbeit von Lorenz Merz in diesem Film ausgezeichnet. Der ehemalige Absolvent der Zürcher Hochschule der Künste war bereits mit seiner Arbeit an Irene Ledermanns mehrfach ausgezeichnetem ZHdK-Diplomfilm «Schonzeit» 2009 aufgefallen. Sinnlich und ohne je kitschig zu werden, verleihen seine Bilder der Welt der Jugendlichen Authentizität und lassen zugleich die universellen Dimensionen des Dramas erahnen.

La petite Chambre

Cadrage 2011 ( Zürich ) - Regie: Stéphanie Chuat und Véronique Reymond
Cadrage: 2011
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Stéphanie Chuat und Véronique Reymond
Produktion: Vega Film AG, Zürich

Drehbuch: Stéphanie Chuat
Plakat
Eigentlich haben Rose, eine junge, hübsche Frau,  und Edmond, ein pflegebedürftiger, alter Mann,  nichts gemeinsam. Als Krankenschwester, die ihn zuhause pflegt, hat Rose täglich mit ihm zu tun. Mit der Zeit wächst Roses Zuneigung zu Edmond, der gegen seinen Willen in ein Altersheim soll. Sie versteht seine Verzweiflung, denn auch sie selbst kämpft mit einer seelischen Verletzung. Ihr Aufeinandertreffen verhilft letztlich beiden, wieder zu sich selber finden zu können.
Ausgezeichnung 2011 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

In berührender Weise erzählen Stéphanie Chuat und Véronique Reymond in ihrem Kinoerstling, wie sich zwei verzweifelte Menschen – ein Greis vor der Abschiebung ins Altersheim und seine junge Betreuerin, die eine Fehlgeburt zu verarbeiten hat – über Generationengrenzen hinweg verstehen und unterstützen lernen. Es entwickelt sich ein ebenso bedrückendes wie humorvolles Drama, das die so unterschiedlichen Lebenslagen der Figuren geschickt miteinander verbindet und uns diese emotional sehr nahe bringt. Dies gelingt dem Film insbesondere mit dem subtilen Spiel der beiden Hauptdarsteller Florence Loiret Caille und Michel Bouquet. Die Inszenierung überzeugt mit schnörkelloser Präzision, die filmische Gestaltung mit langen ruhigen Einstellungen.

Mit dem Bauch durch die Wand

Cadrage 2011 ( Zürich ) - Regie: Anka Schmid
Cadrage: 2011
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Anka Schmid
Produktion: Reck Filmproduktion GmbH, Zürich

Drehbuch: Anka Schmid
Plakat
Eine Langzeitdokumentation über vier unterschiedliche Teenagermütter in der Schweiz, die gegen den Zeitgeist, die Eltern, Institutionen und gegen den Druck der Ärzte ihren anarchischen Kinderwunsch durchgesetzt haben. Die intensive Umbruchphase vom Teenager zur jungen Frau mit gleichzeitiger Mutterschaft: Eine filmische Chronik mit offenem Ausgang.
Ausgezeichnung 2011 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

Die Dokumentarfilmschaffende Anka Schmid hat drei sehr junge Frauen aus der Deutschschweiz, die ungeplant Mutter wurden, während der ersten drei Lebensjahre ihrer Kinder begleitet. Wie sich beiläufig herausstellt, sind die drei jungen Mütter alle ohne Vater aufgewachsen, ihre familiäre, soziale und berufliche Situation ist aber sehr unterschiedlich. Ohne die Schwierigkeiten und Probleme von Teenagermutterschaften auszublenden, gilt Schmids Hauptinteresse aber dem Selbstverständnis und der Entwicklung der Lebensentwürfe heutiger junger Frauen, die in diesem Fall auch Mütter sind.

Die Offenheit von Schmids Protagonistinnen Sandra, Jasmin und Jennifer ist dem spürbaren gegenseitigen Vertrauen zu verdanken – dem Publikum erlaubt diese Nähe der Regisseurin echte Begegnungen. Dass sich der sympathische Film formal zurückhält und sich ganz auf seine Figuren verlässt, trägt ebenfalls zu dieser Unmittelbarkeit bei.

 

Schlaf

Cadrage 2011 ( Succès ) - Regie: Claudius Gentinetta, Frank Braun
Cadrage: 2011
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz: Kurzfilm

Regie: Claudius Gentinetta, Frank Braun
Produktion: Gentinettafilm, Zürich

Plakat
Ein dunkler absurder Alptraum, begleitet von einem Schnarchen, das in seiner Klangwelt menschlicher nicht sein könnte.

Sennetuntschi

Cadrage 2011 ( Succès ) - Regie: Michael Steiner
Cadrage: 2011
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz: Spielfilm

Regie: Michael Steiner
Produktion: Kontraproduktion AG (Bernhard Burgener), Zürich

Drehbuch: Michael Sauter, Michael Steiner
Plakat
Sennentuntschi ist die Geschichte einer jungen Frau ohne Gedächtnis, die in einem Bündner Bergdorf auftaucht. Keiner weiss, wer sie ist, woher sie kommt. Das Auftauchen der verwirrten Frau bringt auch die Fantasien dreier Männer auf der Alp in Wallung. Eine Geschichte über Liebe und Tod.

Yuri Lennon's Landing on Alpha 46

Cadrage 2011 ( Succès ) - Regie: Anthony Vouardoux
Cadrage: 2011
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz: Kurzfilm

Regie: Anthony Vouardoux
Produktion: Oliwood Productions, Stäfa

Plakat
Yuri Lennon ist ein Astronaut, allein unterwegs in einer Raumkapsel. Die ganze Geschichte wird aus Yuri's Perspektive erzählt.
Das heisst, alles was er sieht ist exakt das, was wir in der Reflektion des Visiers seines Helmes sehen. Dennoch bleibt durch das Visier und die Reflektionen das Gesicht Astronauten sichtbar.

Zimmer 202

Cadrage 2011 ( Succès ) - Regie: Eric Bergkraut
Cadrage: 2011
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz: Dokumentarfilm

Regie: Eric Bergkraut
Produktion: p.s. 72 productions GmbH, Zürich

Drehbuch: Eric Bergkraut
Plakat
Peter Bichsel war nie in Paris, weil er sich seine Vorstellung davon erhalten wollte. Jetzt begibt er sich für fünf Tage in ein Hotel. Wir nutzen dies zu einer intimen Begegnung und Rückschau auf sein Leben. Der Dichter hält uns den Spiegel vor und damit auch unserem Land und seiner Geschichte in einem historischen Moment.

Baggern

Cadrage 2012 ( Zürich ) - Regie: Corina Schwingruber Ilić
Cadrage: 2012
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2012

Regie: Corina Schwingruber Ilić
Produktion: Minerva Film AG, Zürich

Drehbuch: Corina Schwingruber Ilić
Plakat
Eine Baustellenoper: Baggerführer steigen auf die Maschinen. Dröhnend starten die Motoren. Erde wird von starken Schaufeln aufgehoben und auf LKWs verladen. choreographisch beginnen sich Bagger, Bauarbeiter und LKWs zum Rhythmus der Orchestermusik zu bewegen. Motoren werden zu Sängern, Geröll schlägt die Pauke und quitschend folgen die Schaufeln den Geigen. Ein musikalisches Zusammenspiel von Kraft, Faszination und Bewegung. Episodenhaft erzählt der Film von der Leidenschaft des Baggerns.
Ausgezeichnung 2012 : Zürcher Filmpreis 2012
Jury Begründung –

Bagger setzen mit brachialer Kraft hunderte von Tonnen Abbruchmaterial oder Erde in Bewegung. Sie vermögen aber auch Emotionen auszulösen und unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dies demonstriert der Kurzfilm von Corina Schwingruber Ilić in bildlich vereinnahmender und gewitzter Weise, unterstützt von einer raffinierten Musik- und Tonspur. Sie lässt in den kurzen Aussagen der Bagger-führer tief in das innige Verhältnis von Mensch und Maschine blicken und montiert die Ungetüme zu einem graziösen mechanischen Tanz auf der Baustelle.

Der Verdingbub

Cadrage 2012 ( Succès ) - Regie: Markus Imboden
Cadrage: 2012
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Spielfilm

Regie: Markus Imboden
Produktion: C-Films AG, Zürich

Drehbuch: Plinio Bachmann / Jasmine Hoch (Mitarbeit)
Plakat
Das Waisenkind Max möchte sehnlichst Teil einer «richtigen Familie» sein - und tatsächlich scheint sich dieser Traum zu erfüllen: Max wird an die Familie Bösiger auf die Dunkelmatte verdingt. Doch statt Liebe und Anerkennung warten nur harte Arbeit und Demütigungen... wäre da nicht Berteli.

Einspruch VI

Cadrage 2012 ( Succès ) - Regie: Rolando Colla
Cadrage: 2012
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Kurzfilm

Regie: Rolando Colla
Produktion: Peacock Film AG

Drehbuch: Rolando Colla
Plakat
Der Film erzählt die Geschichte einer Ausschaffung, die letztes Jahr in der Schweiz stattfand und mit dem Tod des Asylsuchenden endete. Die Kamera selbst ist dieser Asylsuchende und was sie einfängt, ist seine subjektive Sicht der Wirklichkeit.

Ersatz

Cadrage 2012 ( Succès ) - Regie: Elodie Pong
Cadrage: 2012
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Kurzfilm

Regie: Elodie Pong
Produktion: Venus Riot Productions

Drehbuch: Elodie Pong
Plakat
Aus einem Gespräch über die Bedeutung des Wortes -Ersatz- entwickelt sich zwischen den Hauptdarstellern des Films eine absurde und poetische Diskussion, die deutlich macht, dass die existenzielle Erfahrung, sich selbst zu spüren, nur ein Simulacrum ist. Der bildhafte Dialog über das Konzept der Austauschbarkeit wird zu einer humorvollen und philosophischen Meditation.

Hoselupf

Cadrage 2012 ( Succès ) - Regie: This Lüscher
Cadrage: 2012
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Dokumentarfilm

Regie: This Lüscher
Produktion: Elite Filmproduktion AG

Drehbuch: This Lüscher
Plakat
«Hoselupf» handelt vom Schwingen und vom Städter Beat Schlatter, der auszog, dem Mythos des Schweizer Nationalsports Nummer 1 auf die Spur zu kommen.

La Petite Chambre

Cadrage 2012 ( Succès ) - Regie: Stéphanie Chuat & Véronique Reymond
Cadrage: 2012
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Spielfilm

Regie: Stéphanie Chuat & Véronique Reymond
Produktion: Vega Film AG

Drehbuch: Stéphanie Chuat & Véronique Reymond
Plakat
Eigentlich haben Rose, eine junge, hübsche Frau,  und Edmond, ein pflegebedürftiger, alter Mann,  nichts gemeinsam. Als Krankenschwester, die ihn zuhause pflegt, hat Rose täglich mit ihm zu tun. Mit der Zeit wächst Roses Zuneigung zu Edmond, der gegen seinen Willen in ein Altersheim soll. Sie versteht seine Verzweiflung, denn auch sie selbst kämpft mit einer seelischen Verletzung. Ihr Aufeinandertreffen verhilft letztlich beiden, wieder zu sich selber finden zu können.

Liebling lass uns scheiden

Cadrage 2012 ( Succès ) - Regie: Jürg Ebe
Cadrage: 2012
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Spielfilm

Regie: Jürg Ebe
Produktion: Turnus Film AG, Zürich

Drehbuch: Marco Rima / Andreas Gaw
Plakat
Oliver Laus (47) und seine Frau Franziska (42) sind beim Paartherapeuten, als sie ihm eröffnet, sie wolle sich scheiden lassen. Für Oliver ein Schock, denn während Franziska sich in den letzten Jahren als Unternehmensberaterin profilierte und die Familie finanziell versorgte, hat er sich immer brav um Haushalt und Kinder gekümmert.

More than Honey

Cadrage 2012 ( Zürich ) - Regie: Markus Imhoof
Cadrage: 2012
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2012

Regie: Markus Imhoof
Produktion: Ormenis Film AG; Thelma Film AG

Drehbuch: Markus Imhoof
Plakat
Dies ist kein weiterer Film über das Bienensterben. Es geht vielmehr um das Leben, um Menschen und Bienen, um Fleiss und Gier, um Superorganismen und Schwarmintelligenz, um den persuit of happiness, burn out und individuelle Freiheit - die Wahl des Freitods oder der gezielten genetisch veränderten Existenz.
Ausgezeichnung 2012 : Zürcher Filmpreis 2012
Jury Begründung –

Ausgehend von biografischen Bezügen und beeindruckt vom weltweiten Bienenster-ben, reist Markus Imhoof in seinem Dokumentarfilm um die Welt, um den Gründen für dieses bedrohliche Phänomen auf die Spur zu kommen. Dazu besucht er indust-rielle Imker, die mit Tausenden von mobilen Bienenstöcken auf Tiefladern durch die USA reisen, Pollenhändlerinnen in China, Bienen-Hirnforscher in Deutschland und einen Schweizer Berg-Imker. Packend und ohne Zeigefinger vermittelt der Film viel aktuelles Wissen über die Bienen und zeigt die fatalen Folgen der menschlichen Ein-griffe in den natürlichen Kreislauf auf. Hervorragend gewählte Auskunftspersonen einerseits, verblüffende Makroaufnahmen von Bienen – sei es in den Waben bei der Aufzucht der Königin, im Paarungsflug oder an der Blüte – andererseits machen die-sen Öko-Thriller zu einem auch ausgesprochen sinnlichen Erlebnis.

Sister («L'enfant d'en haut»)

Cadrage 2012 ( Zürich ) - Regie: Ursula Meier
Cadrage: 2012
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2012

Regie: Ursula Meier
Produktion: Vega Film AG, Zürich

Drehbuch: Antoine Jaccoud & Ursula Meier
Plakat
Simon, 12, lebt mit seiner Mutter Louise im unwirtlichen Industriequartier im Tal. Louise ist noch sehr jung und verlangt von ihrem Sohn, dass er sich als ihr jüngerer Bruder ausgibt. Doch auch Simon hat Geheimnisse: im Winter fährt er mit der Seilbahn täglich in den noblen Wintersportort in den Bergen, um dort Skis und Wintersportartikel zu stehlen.
Ausgezeichnung 2012 : Zürcher Filmpreis 2012
Jury Begründung –

In ihrem zweiten Kinospielfilm erzählt die Westschweizerin Ursula Meier vom 12-jährigen Simon, der jeweils mit der Gondelbahn zu den Skipisten hochfährt, um dort Rucksäcke und Skis zu entwenden. Mit dem Verkauf des Diebesguts bringt er sich und seine Schwester Louise über die Runden. «Sister», an dessen Drehbuch Ursula Meier auch beteiligt war, überzeugt durch seine unspektakuläre Geschichte, die er spannungsreich und visuell eindrücklich umsetzt. Wie schon in ihrem vorangehenden Film «Home» arbeitete Ursula Meier mit Kacey Mottet Klein zusammen, der hier als Simon mit seinem Können brilliert – ebenso wie die grossartige Léa Seydoux an seiner Seite als Louise. In enger Zusammenarbeit mit der französischen Kamerafrau Agnès Godard, die räumliche Bedrängtheit und Weite gleichermassen gekonnt einzufangen vermag, schafft Ursula Meier aus der Schicksalsgemeinschaft von Simon und Louise einen Mikrokosmos von grosser emotionaler Intensität.

Teneriffa

Cadrage 2012 ( Winterthur ) - Regie: Hannes Baumgartner
Cadrage: 2012
Kategorie: Winterthur

Preis / Auszeichnung:
Gewinner Winterthur 2012

Regie: Hannes Baumgartner
Produktion: Zürcher Hochschule der Künste

Drehbuch: Hannes Baumgartner
Plakat
Eine Geschichte aus dem Luzerner Hinterland. Während der 24-jährige Manuel sich eine Existenz auf dem maroden elterlichen Bauernhof aufzubauen versucht, will der 27-jährige René den kleinen Bruder als Komplizen für seine kriminellen Machenschaften gewinnen.
Ausgezeichnung 2012 : Gewinner Winterthur 2012
Jury Begründung –

Mit „Teneriffa“ legt Hannes Baumgartner ein ebenso kompakter wie packender Kurzspielfilm über ein ungleiches Brüderpaar vor. Mit grosser Präzision und ohne eine überflüssige Geste skizziert er ein Drama, das zwar in der ländlichen Schweiz angesiedelt, dessen Thematik jedoch von universeller Gültigkeit ist. Der junge Regisseur und Drehbuchautor beweist damit einmal mehr eine grosse Reife im Umgang mit schwierigen Stoffen und ein gutes Händchen in der Auswahl und der Führung seiner Schauspieler.

Virgin Tales

Cadrage 2012 ( Zürich ) - Regie: Mirjam von Arx
Cadrage: 2012
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2012

Regie: Mirjam von Arx
Produktion: ican films GmbH, Zürich

Drehbuch: Michèle Wannaz
Plakat
Evangelikale Christen rufen die zweite sexuelle Revolution aus: Keuschheit als Gegenbewegung zur 68er-Moral. Die Wilsons kämpfen dafür an vorderster Front. Wir begleiten sie ein Jahr lang und zeigen: Jungfräulichkeit ist ein kulturelles Konstrukt, das seit Jahrtausenden lenkt, wie Menschen denken, leben und lieben.
Ausgezeichnung 2012 : Zürcher Filmpreis 2012
Jury Begründung –

«Keuschheitsbälle» werden in den USA unter evangelikalen Christen immer beliebter und sind zum Symbol einer reaktionären Gegenkultur geworden. Im Zentrum von Mirjam von Arx’ packendem Film steht die Grossfamilie Wilson, Gründer der «Purity Balls», die sie zwei Jahre lang begleitet hat und der sie aussergewöhnlich nahe kommt. Die Filmemacherin führt dabei ihre Gesprächspartner nicht vor, sondern begegnet ihnen mit respektvoller Neugierde und Zurückhaltung. Sie schafft es so, entlarvende Antworten zu bekommen und Einblicke in eine für uns fremde, verstörende Welt zu vermitteln. Ohne Kommentar, mit sparsam und treffend eingesetzter Musik fängt der Dokumentarfilm im Kleinen an und stellt das Phänomen «Keuschheitsgelübde» zunehmend exemplarisch in einen grösseren politischen Zusammenhang. Von Arx erzeugt so eine beklemmende Atmosphäre, der man sich schwer entziehen kann und regt den Zuschauer zum Mitdenken an.

Die Kinder vom Napf

Cadrage 2013 ( Succès ) - Regie: Alice Schmid
Cadrage: 2013
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Dokumentarfilm

Regie: Alice Schmid
Produktion: Ciné A.S.

Drehbuch: Alice Schmid
Plakat
50 Bergbauernkinder, 10 km Schulweg, eine Kindheit mitten im Herzen der Schweiz. Mit den Kindern marschieren wir frühmorgens los, durch hohen Schnee in die Dorfschule, nachmittags zum Bauernhof, wo jedes Kind sein Ämtli hat. Schon früh tritt die jüngste Generation in die Stapfen des Bergbauernberufes.
Die Geschichte führt uns von Hof zu Hof in ein isoliertes, aber auch geborgenes Leben. Durch die Augen der Kinder erleben wir hautnah mit, was es heisst, wenn plötzlich der Wolf auftaucht oder der Habicht die Hühner holt oder wie die Kinder sich den Launen der Witterung stellen.

Die Wiesenberger

Cadrage 2013 ( Succès ) - Regie: Bernard Weber / Martin Schilt
Cadrage: 2013
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Dokumentarfilm

Regie: Bernard Weber / Martin Schilt
Produktion: Zeitraum Film GmbH

Drehbuch: Bernard Weber / Martin Schilt
Plakat
Ein Film über die aufregende Berg- und Talfahrt von zwanzig Jodlern und ihrer Dirigentin von der Bergkapelle Wirzweli an die Weltausstellung in Shanghai. Eine abenteuerliche Reise vom Säli des Restaurants Alpenhof auf die grössten Showbühnen der Schweiz.

Eine wen iig - dr Dällebach Kari

Cadrage 2013 ( Succès ) - Regie: Xavier Koller
Cadrage: 2013
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Spielfilm

Regie: Xavier Koller
Produktion: Catpics AG

Drehbuch: Xavier Koller
Plakat
Der Coiffeursalon des legendären Berner Stadtoriginals ist immer zum Bersten voll, denn Kari unterhält seine Kundschaft so blendend, dass diese gern auch mal ein paar Stunden auf dem Bänkli wartet und dabei zusieht, wie er andere einseift.
Kari wird 1877 als jüngstes von acht Kindern der verarmten Bauernfamilie Tellenbach mit einer Hasenscharte geboren. Der herbeigerufene Arzt empfiehlt den Eltern, das Neugeborene wie eine junge Katze zu ertränken. Er habe mit seiner Missbildung ohnehin keine Chance zu überleben. Doch Marghareta, die Mutter, füttert ihren Kari wie einen aus dem Nest gefallenen Vogel durch.

 
Kari ist eine Frohnatur, er glaubt an das Schöne im Leben. Mit Anfang zwanzig verliebt er sich bei einem Schwingfest unsterblich in die hübsche, aus reichem Haus stammende Annemarie Geiser. Die feinfühlige, zarte und humorvolle junge Frau erwidert seine Gefühle bedingungslos. Das Glück scheint perfekt. Doch als Kari bei der Familie Geiser antanzen muss, nimmt dieses ein jähes Ende. Seine Minderwertigkeitsgefühle holen Kari in übermächtiger Weise ein und er verliert alles, was ihm lieb und teuer war.
 
Eine Beauty and the Beast-Geschichte à la Bernoise.

Harry Dean Stanton: Partly Fiction

Cadrage 2013 ( Zürich ) - Regie: Sophie Huber
Cadrage: 2013
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2013

Regie: Sophie Huber
Produktion: Hugofilm Productions GmbH

Drehbuch: Sophie Huber
Plakat
Ein impressionistisches Portrait der Schauspielerikone, bestehend aus intimen Momenten, Ausschnitten aus einigen seiner 250 Filme und seinen eigenen, herzzerreissenden Darbietungen amerikanischer Folksongs. In Farbe und Schwarz-Weiss erkundet der Film die hintergründigen Gedanken des Schauspielers über sein Leben sowie sein ungenutztes Talent als Musiker und zeigt spontan aufgenommene Szenen mit David Lynch, Wim Wenders, Sam Shepard, Kris Kristofferson und Debbie Harry. Aus dieser Collage tritt die zerbrechliche Seele des Schauspielers zutage.
Ausgezeichnung 2013 : Zürcher Filmpreis 2013
Jury Begründung –

Sophie Hubers Porträtfilm bringt uns einen Schauspieler näher, der nie durch grosse Gesten und viele Worte aufgefallen ist. In unzähligen Neben- und einigen Hauptrollen hat Harry Dean Stanton bewiesen, wie mit scheinbar geringsten Regungen eine vereinnahmende Präsenz auf der Leinwand zu erreichen ist. Heute mehr denn je sind seinem hageren Antlitz die Geschichten des Lebens abzulesen. Dies bringt die hervorragende Kamera in dem visuell überaus stimmungsvollen Porträt subtil zum Ausdruck, ergänzt durch Schlüsselszenen aus Dean Stantons Filmen und Begegnungen mit wichtigen künstlerischen Weggenossen. Zu richtig ergreifenden Momenten kommt es, wenn Dean Stanton zu Hause auf seinem abgewetzten Sofa Lieder singt. Dann heben wir mit der fragilen, wundervollen Stimme des alternden Schauspielers endgültig ab.

More Than Honey

Cadrage 2013 ( Succès ) - Regie: Markus Imhoof
Cadrage: 2013
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Dokumentarfilm

Regie: Markus Imhoof
Produktion: Thelma Film AG

Drehbuch: Markus Imhoof
Plakat
Beginnend bei einem Imker in den Schweizer Bergen ist Markus Imhoof rund um die Welt gereist. In die USA, wo die Bienen in industriellem Massstab von Monokultur zu Monokultur transportiert werden, oder nach China, wo in gewissen Regionen die Blüten bereits von Hand bestäubt werden müssen. Er trifft in Arizona Fred Terry, der sich auf Killerbienen spezialisiert hat, in Österreich die Familie Singer, die Königinnen züchtet und in die ganze Welt verschickt. Er interviewt Wissenschaftler, erzählt von der phänomenalen Intelligenz der Bienen und ihrem sozialen Zusammenleben. Schlussendlich sind wir in Australien, wo das Bienensterben noch nicht angekommen ist und wo die junge Familie Baer-Imhoof ihre Forschung betreibt.

Rosie

Cadrage 2013 ( Zürich ) - Regie: Marcel Gisler
Cadrage: 2013
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2013

Regie: Marcel Gisler
Produktion: Cobra Film AG

Drehbuch: Marcel Gisler / Rudolf Nadler
Plakat
Lorenz Meran, ein 40-jähriger, erfolgreicher schwuler Schriftsteller in akuter Schaffenskrise, muss von Berlin in die Ostschweiz zurückkehren, um sich um seine alte und pflegebedürftige Mutter Rosie zu kümmern. Als er sich dort mit der Tatsache konfrontiert sieht, dass die lebenshungrige Rosie sowohl fremde Hilfe als auch das Altersheim ablehnt, sitzt er vorerst im heimatlichen Kaff Altstätten fest. In den Wirren von Rosies Kampf gegen Bevormundung und den Verlust der eigenen Würde, von Familienzwist und von alten Geheimnissen entgeht Lorenz beinahe, dass die Liebe an seine Tür klopft.
Ausgezeichnung 2013 : Zürcher Filmpreis 2013
Jury Begründung –

Marcel Gisler ist nach langer Schaffenspause als Kino-Regisseur ein Spielfilm gelungen, der Qualitäten aufweist, die man im Schweizer Film oft vermisst. Er erzählt vom schwulen, in Berlin lebenden Schriftsteller Lorenz Meran, der in der Midlife-Crisis steckt und gezwungen wird, sich mit seiner Familie auseinander zu setzen, als sich seine Mutter nach einem «Schlegli» weigert, sich pflegen zu lassen.
Das Drama ist behutsam aufgebaut, glaubwürdig und lebensnah. Marcel Gisler traut sich, Probleme wie den Umgang mit alten Menschen anzusprechen, ohne vorschnell alle Konflikte in Minne aufgehen zu lassen. Der Film besticht durch aussergewöhnlich starke Charakterdarsteller. Sibylle Brunner in der Titelrolle ist als widerborstige Gebrechliche eine Wucht, aber auch Fabian Krüger und Judith Hofmann spielen authentisch. Viel zu dieser Authentizität trägt der ungekünstelte, teils rohe Dialekt bei, den die Schauspieler zusammen mit dem Regisseur auf der Basis eines hochdeutschen Drehbuchs erarbeitet haben.

Sister - L'enfant d'en haut

Cadrage 2013 ( Succès ) - Regie: Ursula Meier
Cadrage: 2013
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Spielfilm

Regie: Ursula Meier
Produktion: Vega Film AG

Drehbuch: Antoine Jaccoud / Ursula Meier
Plakat
Der zwölfjährige Simon fährt im Winter mit einer kleinen Seilbahn vom Industriegebiet im Tal, wo er allein mit seiner Schwester Louise lebt, in das prächtige, höher gelegene Skigebiet. Dort stiehlt er reichen Touristen Skier und Ausrüstung, um sie an die Kinder seines Wohnblocks zu verkaufen. Er erzielt damit ein bescheidenes, aber regelmässiges Einkommen. Simons Machenschaften nehmen mit der Zeit immer grössere Ausmasse an. Louise, die vor kurzem ihre Stelle verloren hat, profitiert davon und wird immer abhängiger von Simon…

The Green Serpent – of vodka, men and distilled dreams

Cadrage 2013 ( Winterthur ) - Regie: Benny Jaberg
Cadrage: 2013
Kategorie: Winterthur

Preis / Auszeichnung:
Gewinner Winterthur 2013

Regie: Benny Jaberg
Produktion: Benny Jaberg

Drehbuch: Benny Jaberg
Plakat
Ein Reise in die Tiefgründigkeiten der Trunkenheit: Wodka trinken als transzendentale Erfahrung. Ein Anti-Postkarten-Trip durch das winterliche Russland, in dem ein Schauspieler, ein Poet und ein Physiker über ihre Beziehung zum Wodka sprechen.
Ausgezeichnung 2013 : Gewinner Winterthur 2013
Jury Begründung –

Der diesjährige Winterthurer Kurzfilmpreis geht an Benny Jaberg für seinen inspirierenden Kurzspielfilm «The Green Serpent – of vodka, men and distilled dreams». Eine Ode an die Leidenschaft, nicht nur für Trinkwütige, sondern für all jene, die angetrieben sind von Neugier und von einer Sehnsucht nach Ekstase. 

The Kiosk

Cadrage 2013 ( Succès ) - Regie: Anete Melece
Cadrage: 2013
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Kurzfilm

Regie: Anete Melece
Produktion: Virage Film

Drehbuch: Anete Melece
Plakat
Die Kioskfrau Olga ist stets gut gelaunt. Sie kennt die Wünsche und Probleme der Leute, die täglich bei ihr vorbeischauen und bedient sie liebevoll. Wenn sie allein ist jedoch – und das ist sie oft – wünscht sie sich weit weg; raus aus diesem monotonen Leben, in dem sie wortwörtlich feststeckt. Durch absurde Vorfälle wird sie schliesslich aus ihrer Stadt fortgespült und gelangt an den Ort ihrer Träume...

Un mundo para Raúl

Cadrage 2013 ( Succès ) - Regie: Mauro Mueller
Cadrage: 2013
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Kurzfilm

Regie: Mauro Mueller
Produktion: Contrast Film Zürich GmbH

Drehbuch: Mauro Mueller
Plakat
Mexiko. Der 13-jährige Bauernjunge Raúl begleitet seinen Vater zum Geschäftstreffen mit dem lokalen Landbesitzer Tamero. Von ihm möchte der Vater die Sähmaschine ausleihen, um effizienter säen und ernten zu können. Während dieses Gesprächs muss sich Raúl mit Hernán abgeben, dem gelangweilten Sohn des reichen Landbesitzers. Doch schon bald beginnt zwischen den beiden Jungen ein Spiel um Macht und Stolz. Ein Spiel, das Raúl nie mehr vergessen wird.

Vaters Garten - Die Liebe meiner Eltern

Cadrage 2013 ( Zürich ) - Regie: Peter Liechti
Cadrage: 2013
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2013

Regie: Peter Liechti
Produktion: Liechti Filmproduktion GmbH

Drehbuch: Peter Liechti
Plakat
«Um Himmels Willen – das sind Fragen!», sagt die Mutter, als der Sohn das Gespräch eröffnet; über Jahrzehnte war man sich ausgewichen.
Der Film ist das Protokoll einer späten Wiederbegegnung des Regisseurs mit seinen alten Eltern – und der Versuch einer persönlichen Geschichtsrevision. Dabei entstand ein neues Bild der Eltern, das auch immer wieder Einblick gewährt in eine Ära, deren Ende längst eingeläutet wurde. Die Geschichte ihrer Ehe berührt hingegen als zeitloses Drama; noch heute wird uns wind und weh dabei.
Ausgezeichnung 2013 : Zürcher Filmpreis 2013
Jury Begründung –

Peter Liechti, der in Zürich lebende 62-jährige Filmemacher mit St. Galler Wurzeln, hat in den rund drei Jahrzehnten seines bisherigen Schaffens mehr renommierte Preise eingeheimst als Filme gemacht. Dabei schafft er es, sich immer wieder neu zu erfinden. Und ebendies tut er einmal mehr in seinem jüngsten Werk «Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern». Nach Jahren der Kontaktlosigkeit löste eine Zufallsbegegnung Peter Liechtis mit seinem Vater die Idee für das Projekt aus. Über die Dauer von zwei Jahren und zwanzig Gesprächen entstand ein Film, der sich nicht scheut, den Finger auf die wunden Stellen in der Familienkonstellation zu legen. Dies in einer stimmigen Balance zwischen Empathie und Reflexion – und mit einem zuerst skurril anmutenden, dann aber wohltuend verfremdenden Stilmittel: Szenen in einem Puppentheater, wo Vater und Mutter als Plüschhasen auftreten. So gelingt Peter Liechti in seinem essayistischen Dokumentarfilm eine ebenso einfühlsame wie entlarvende Annäherung an seine betagten Eltern und das subtile Porträt eines Paars und einer Epoche.

Zimmer 606

Cadrage 2013 ( Succès ) - Regie: Peter Volkart
Cadrage: 2013
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Kurzfilm

Regie: Peter Volkart
Produktion: Reck Filmproduktion GmbH

Drehbuch: Peter Volkart / Anita Hansemann
Plakat
Der Handlungsreisende Jonathan Fisch hausiert mit Glasaugen. Die Reise führt ihn an die Ränder der Provinz, wo er in einem heruntergekommenen Hotel absteigt. Das Mansardenzimmer Nr. 606 hat seine Tücken. Denn jenseits der Wände geht Sonderbares vor sich. Eine unruhige Nacht steht Jonathan Fisch bevor, die im Spätherbst beginnt und erst im Frühling enden wird.

Achtung, fertig, WK!

Cadrage 2014 ( Succès ) - Regie: Oliver Rihs
Cadrage: 2014
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Spielfilm

Regie: Oliver Rihs
Produktion: Zodiac Pictures

Drehbuch: Güzin Kar
Plakat
Alex und seine Freundin Anna haben ein Problem: Anna ist hochschwanger, und sie finden einfach keine bezahlbare Wohnung. Helfen könnte einzig Annas Vater, Kommandant Reiker, denn er besitzt ein leer stehendes Haus. Doch Reiker hat ganz andere Probleme: Sein Bataillon droht Einsparungen zum Opfer zu fallen. Er braucht dringend jemanden, der ihm hilft, seine marode Truppe zu retten. So schliessen der dienstuntaugliche Alex und Reiker einen Pakt, der nicht nur die Schweizer Armee gehörig durcheinander bringt, sondern auch Alex’ Beziehung mit Anna an den Rand des Abgrunds.

Alfonso

Cadrage 2014 ( Succès ) - Regie: Jan-Eric Mack
Cadrage: 2014
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Kurzfilm

Regie: Jan-Eric Mack
Produktion: ZHdK

Drehbuch: Jan-Eric Mack, Amir Garibovic 
Plakat

Alfonso ist Showhypnotiseur; ruppig und mit allen Wassern gewaschen.  Er will noch einmal seine Künste am lokalen Talentwettbewerb zur Schau stellen. Dem Sieger winkt das Herz der Kleinbürger, aber auch ein üppiges Preisgeld. Als sich die Showroutine überschlägt, scheint der einzig sichere Weg, der stilvolle Rückzug. 

Der Goalie bin ig

Cadrage 2014 ( Zürich ) - Regie: Sabine Boss
Cadrage: 2014
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2014

Regie: Sabine Boss
Produktion: C-Films

Drehbuch: Jasmine Hoch / Sabine Boss / Pedro Lenz
Plakat
Ende der achtziger Jahre: Der Lebenskünstler Ernst, von allen «Goalie» genannt, kehrt nach einem Jahr im Gefängnis zurück in die Kleinstadt Schummertal. Hier ist er aufgewachsen, hier kennt man ihn. Goalie will ein neues Leben anfangen, ohne Drogen. Er sucht sich einen Job und verliebt sich in die Serviertochter Regula. Es ist ihm egal, dass sein bester Freund Ueli ihn nun für einen Spiessbürger hält. Trotzig, etwas naiv und mit viel Charme will er sein Leben in bessere Bahnen lenken. Doch kurz vor seinem neuen Glück holt ihn die Vergangenheit ein.
Ausgezeichnung 2014 : Zürcher Filmpreis 2014
Jury Begründung –

Sabine Boss ist mit der Verfilmung des Dialektromans «Der Goalie bin ig» von Pedro Lenz eine poetische und anrührende Tragikomödie über einen Aussenseiter gelungen, die in einem stimmig gezeichneten Universum spielt.  Der Film lebt von einem charmanten Retro-Look, ohne nostalgisches Ausstattungskino zu sein. Viel von seiner Warmherzigkeit verdankt er der rauen Berner Alltagssprache, mit der uns der Ich-Erzähler sein Schicksal schildert. Das Gute aber ist, dass der Film die Sprache nicht zelebriert. Obwohl er literarisch überhöht ist, hat der Dialekt etwas Beiläufig-Natürliches, er gehört ganz einfach zur Geschichte, ohne dass er behäbig vorgetragen würde. Die Figuren sind bis in die Nebenrollen gut besetzt. Herausragend ist Hauptdarsteller Marcus Signer. Er verkörpert den Titelhelden mit einer Mischung aus erwachsener Schwermut und kindlicher Ehrlichkeit als gutmütigen Verlierer, den man einfach gern haben muss. Nie hat man den Eindruck, einem Schauspieler bei einer Parforceleistung zuzuschauen. Man sieht immer nur die Figur.

Der Grosse Kanton

Cadrage 2014 ( Succès ) - Regie: Viktor Giaccobo
Cadrage: 2014
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Dokumentarfilm

Regie: Viktor Giaccobo
Produktion: Vega Film

Drehbuch: Domenico Blass
Plakat
Ein satirisch überhöhter Dokumentarfilm, irgendwo zwischen abenteuerlich interpretierten Fakten und einer munter-absurden These. Viktor Giacobbo ist unterwegs zu diversen aktuellen und historischen Schauplätzen und führt Gespräche mit Politikern, Unternehmern, Wissenschaftlern und Künstlern, um eine waghalsige Theorie zu stützen: Deutschland könnte in jeder Hinsicht profitieren, wenn es sich als neuer Kanton der Schweiz angliedern würde.

Electroboy

Cadrage 2014 ( Zürich ) - Regie: Marcel Gisler
Cadrage: 2014
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis

Regie: Marcel Gisler
Produktion: Langfilm

Drehbuch: Marcel Gisler
Plakat
Die bewegte Lebens- und Familiengeschichte des Florian Burkhardt, der aus beengten Verhältnissen auf der Suche nach Ruhm und Anerkennung in die weite Welt hinauszieht. Seine Reise ist eine wechselhafte Identitätssuche, die in Angst und Desillusionierung endet, aber ebenso in einem tröstlichen Ankommen bei sich selbst. In der Figur des Florian Burkhardt alias «electroboy» spiegeln sich persönliche Geschichte und Zeitgeschichte. Denn sein Weg führt durch die neunziger Jahre, an deren Ende die Illusion einer «new world order» zerbricht.
Ausgezeichnung 2014 : Zürcher Filmpreis
Jury Begründung –

«Electroboy» ist die filmische Entdeckungsreise durch das Leben des 40-jährigen Florian Burkhardt alias Electroboy. Der charismatische junge Basler ging in den 90er-Jahren nach Hollywood, um ein Star zu werden, wurde Model, Internetpionier und Initiator eines Partylabels - um heute als IV-Bezüger in Berlin zu leben. Nach diesen teils bizarren Umschwüngen im Werdegang des Protagonisten taucht der Film in dessen Familiengeschichte ein und lässt das bislang Erzählte in wiederum neuem Licht erscheinen. «Electroboy» ist eine hochdramatische Story und der erste Dokumentarfilm von Marcel Gisler. Dabei liegt dem Regisseur daran, sich als inszenierende, teils den Lauf der Geschehnisse mitbestimmende Instanz erkennbar zu machen. Einen gewichtigen Anteil an der kreativen Umsetzung von «Electroboy» hat die Montage, für die Thomas Bachmann zeichnet. Sie verleiht dem Film eine erfrischend eigenwillige Dynamik - in einer stellenweise skizzenhaft anmutenden Kadenzierung von Schnitten, aber auch in der immer wieder überraschenden Verknüpfung von Ton und Bild, die den Film formal ebenso wie inhaltlich zu einem Erlebnis machen.

From Here To Immortality

Cadrage 2014 ( Succès ) - Regie: Luise Hüsler
Cadrage: 2014
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Kurzfilm

Regie: Luise Hüsler
Produktion: Alina film

Drehbuch: Luise Hüsler
Plakat
Die Katze Thomas und die Maus Jeremiah, zwei ehemalige Comic-Stars, sind heute ein altes Paar, das ein ruhiges Leben fernab des Medienrummels führt. Ihre ehemals sadomasochistische Beziehung beläuft sich heute lediglich noch auf tägliche Zankereien. Zum ersten Mal seit langem lassen sich die beiden von einer Journalistin interviewen.

Grandpère

Cadrage 2014 ( Succès ) - Regie: Kathrin Hürlimann
Cadrage: 2014
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Kurzfilm

Regie: Kathrin Hürlimann
Produktion: Hochschule Luzern

Drehbuch: Kathrin Hürlimann
Plakat
Grossvater war Angestellter in der Telefonzentrale Hottingen in den 1960er Jahren. Die Bedingungen am Arbeitsplatz werden zunehmend zur Belastung, am Ende sieht er keinen anderen Ausweg als Brandstiftung. Der biografische Kurzfilm mischt Animation mit historischen Dokumenten.

Lovely Louise

Cadrage 2014 ( Succès ) - Regie: Bettina Oberli
Cadrage: 2014
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Spielfilm

Regie: Bettina Oberli
Produktion: Hugoflim Productions

Drehbuch: Petra Volpe / Bettina Oberli
Plakat
Der Mittfünfziger André wohnt noch bei seiner achtzigjährigen Schauspieler-Mutter Louise. Er führt ein unspektakuläres Dasein als Taxi-Fahrer und Tüftler, der sich kaum traut, die schöne Wurstverkäuferin vom Modellflugplatz anzusprechen. Eines Tages steht ein Fremder aus Amerika vor der Tür: der schillernde Bill, der bald schon ihre beschauliche Zweisamkeit auf den Kopf stellt. André muss zum ersten Mal im Leben aus seiner Lethargie erwachen und ein paar Tatsachen ins Auge blicken. Es ist nie zu spät mit dem Leben und der Liebe zu beginnen.

Timber

Cadrage 2014 ( Succès ) - Regie: Nils Hedinger
Cadrage: 2014
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Kurzfilm

Regie: Nils Hedinger
Produktion: Prêt-à-tourner Filmproduktion

Drehbuch: Nils Hedinger
Plakat
Eine Gruppe von Hölzern droht in einer kalten, Winternacht zu erfrieren. Als ihnen bewusst wird, dass nur sie selbst als Brennholz für ein wärmendes Feuer in Frage kommen, wird es brenzlig.

Vaters Garten

Cadrage 2014 ( Succès ) - Regie: Peter Liechti
Cadrage: 2014
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Dokumentarfilm

Regie: Peter Liechti
Produktion: Liechti Filmproduktion

Drehbuch: Peter Liechti
Plakat
Früher war den Eltern «wind und weh», wenn der Sohn mal zu Besuch kam - und dem Sohn ging es nicht anders. Man ist sich also ausgewichen, wo's ging. Über Jahrzehnte hat sich kaum etwas geändert an diesem Zustand… Der Film ist das Protokoll einer späten Wiederbegegnung des Regisseurs mit seinen Eltern - und der Versuch einer persönlichen Geschichtsrevision. Dabei entstand ein neues Bild der Eltern, das auch immer wieder Einblick gewährt in eine Ära, deren Ende längst besiegelt ist. Die Geschichte ihrer Ehe berührt hingegen als zeitloses Drama - noch heute wird uns wind und weh dabei.

Verliebte Feinde

Cadrage 2014 ( Succès ) - Regie: Werner Swiss Schweizer
Cadrage: 2014
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Dokumentarfilm

Regie: Werner Swiss Schweizer
Produktion: Dschoint Ventschr Filmproduktion

Drehbuch: Wilfried Meichtry
Plakat
Iris und Peter von Roten – das wohl berühmteste, provokativste und schönste Ehepaar der jüngsten Schweizer Geschichte voller politischer und moralischer Gegensätze. Eine Liebesgeschichte, ähnlich wie die zwischen Beauvoir und Sartre.

Wandelzeit - Eine Gletscherperformance

Cadrage 2014 ( Winterthur ) - Regie: Jan-Eric Mack
Cadrage: 2014
Kategorie: Winterthur

Preis / Auszeichnung:
Kurzfilmpreis Winterthur 2014

Regie: Jan-Eric Mack
Produktion: Jan-Eric Mack

Drehbuch: Jan-Eric Mack
Plakat
Auf einem Schweizer Gletscher auf über 2700m ü. M. ensteht eine gigantische Schnee - und Eis-Skulptur. 1500 m2 Gletscher werden mit einem Spezial-Vlies abgedeckt. In nur sechs Wochen schmilzt die ungeschützte Gletscherfläche rundherum um über zwei Meter ab. Zurück bleibt eine ruhige, geometrische Form inmitten der wilden Strukturen der Gebirgslandschaft.
Ausgezeichnung 2014 : Kurzfilmpreis Winterthur 2014
Jury Begründung –

Dieser Film dokumentiert ein Kunstobjekt in den Schweizer Bergen, das weit über eine übliche Projektdokumentation hinausgeht. Mit seiner narrativen Vorgehensweise baut sich der Film langsam auf. Der Film lässt viel Raum, um dem Zuschauer eine visuelle und kraftvolle Bergwelt zu öffnen und macht das Projekt erlebbar und somit zu einer Performance. Ganz herzliche Gratulation.

Above and Below

Cadrage 2015 ( Zürich ) - Regie: Nicolas Steiner
Cadrage: 2015
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2015

Regie: Nicolas Steiner
Produktion: Maximage, Flying Moon, SRF, ZDF / 3sat

Drehbuch: Nicolas Steiner
Plakat
Eine raue Achterbahnfahrt mit Überlebenskünstlern in einer Welt voller Herausforderungen und Schönheit. Rick & Cindy in den Flutkanälen tief unter den funkelnden Strassen von Las Vegas, Dave in einem verlassenen Bunker im ausgetrockneten Niemandsland und April in der steinigen Wüste Utahs auf ihrer Marsmission. In unbekannte Welten geschleudert, begegnen wir Seelen, die uns verwandter sind, als wir es vermuten würden.
Ausgezeichnung 2015 : Zürcher Filmpreis 2015
Jury Begründung –

In seinem experimentellen Dokumentarfilm «Above and Below» zeigt uns Nicolas Steiner eine Reihe bizarrer Lebenswelten. So führt er uns in die Flutkanäle von Las Vegas, zu einem Militärbunker in der kalifornischen Steppe, in die rote Wüstenlandschaft von Utah. Der Regisseur nimmt uns mit zu Menschen, die ihre früheren Lebensrealitäten hinter sich gelassen haben, und schafft respektvolle Nähe zu seinen Protagonisten. So tauchen wir ein in ihren Alltag, ihre Vergangenheit, in ihren unstillbaren Hunger nach Freiheit und Unabhängigkeit. «Above and Below» ist von wunderbarer Visualität und verknüpft die verschiedenen Erzählstränge in einer fliessenden, oft kecken Montage miteinander. Während die spannungsreiche Dramaturgie immer wieder Überraschendes und Unerwartetes enthüllt, vermitteln die Bilder die engen und dunklen Wassertunnels unter der Glitzerstadt Las Vegas ebenso sinnlich erlebbar wie die Weite der oberirdischen Landschaften.

Akte Grüninger

Cadrage 2015 ( Succès ) - Regie: Alain Gsponer
Cadrage: 2015
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Spielfilm

Regie: Alain Gsponer
Produktion: C-Films, Makido Film, SRF, Mecom München, ARTE G.E.I.E

Drehbuch: Bernd Lange
Plakat
Februar 1939: Die Schweiz schliesst ihre Grenzen für jüdische Flüchtlinge. Doch weiterhin gelangen Hunderte von Menschen ohne gültiges Visum über die Grenze. Polizeiinspektor Robert Frei, ein junger, obrigkeitsgläubiger Beamter, wird in den Kanton St. Gallen beordert. Dort kommt er einem Hilfssystem auf die Schliche, das von breiten Teilen der Bevölkerung getragen und vom St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger ermöglicht wird.

Amateur Teens

Cadrage 2015 ( Zürich ) - Regie: Niklaus Hilber
Cadrage: 2015
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2015

Regie: Niklaus Hilber
Produktion: A Film Company, SRF

Drehbuch: Niklaus Hilber, Patrick Tönz
Plakat
Eine Gruppe 14-jähriger Teenager an einer Sekundarschule in Zürich – ganz normale Jugendliche, mit ganz normalen Sehnsüchten nach Liebe und Akzeptanz. Doch die Macht der Social Media mit ihren Hochglanzselfies und stetigem Druck nach Cooler und Sexier, zwingt die Kids immer mehr, ihre wahren Gefühle zu verleugnen. Eine Tragödie nimmt so ihren Lauf, bei der zwischen Täter und Opfer, Schuld und Unschuld, schliesslich kaum mehr zu unterscheiden ist.
Ausgezeichnung 2015 : Zürcher Filmpreis 2015
Jury Begründung –

Regisseur und Co-Drehbuchautor Niklaus Hilber porträtiert in „Amateur Teens“ das sexuelle Erwachen von Teenagern an einer Zürcher Sekundarschule. Er zeigt, wie es durch Gruppendruck, Social Media und pornografische Vorbilder aus dem Internet zur Qual wird. Früher konnten Jugendliche mit sexuellen Erlebnissen angeben – heute müssen sie ihre Erlebnisse mit Bildern beweisen. Hilber nimmt konsequent die Perspektive der Digital Natives ein und verdeutlicht, wie sie Unsicherheiten und Ängste mit Prahlen und Drogen übertünchen. Viele Szenenübergänge markiert er mit Weissblenden. So betont er das Exemplarische der reportagehaften Momentaufnahmen, gibt dem Zuschauer kurz Zeit zur Reflexion. Hilber weicht Problemen nicht aus, er zeichnet das schonungslose Sittenbild einer übersexualisierten Generation, das sich durch genaue Beobachtung der Teenager und ihrer Sprache auszeichnet. Die jungen Schauspieler sind hervorragend gecastet und geführt.

De Schnuuf

Cadrage 2015 ( Succès ) - Regie: Fabian Kaiser
Cadrage: 2015
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Kurzfilm

Regie: Fabian Kaiser
Produktion: ZHdK

Drehbuch: Fabian Kaiser
Plakat
Überwachungskameras verfolgen den Abstieg der Einsatzkräfte. Es brennt im Kopf. Die Enge presst auf die Brust. Im Vakuum der Tiefe pulsiert der Wahn. Ist die Ausrüstung dicht? Welche Farbe hat die Angst?

Der Goalie bin ig

Cadrage 2015 ( Succès ) - Regie: Sabine Boss
Cadrage: 2015
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Spielfilm

Regie: Sabine Boss
Produktion: C-Films, Carac Film, SRG SSR

Drehbuch: Jasmine Hoch, Sabine Boss, Pedro Lenz
Plakat
Ende der achtziger Jahre: Der Lebenskünstler Ernst, von allen «Goalie» genannt, kehrt nach einem Jahr im Gefängnis zurück in die Kleinstadt Schummertal. Hier ist er aufgewachsen, hier kennt man ihn. Goalie will ein neues Leben anfangen, ohne Drogen. Er sucht sich einen Job und verliebt sich in die Serviertochter Regula. Es ist ihm egal, dass sein bester Freund Ueli ihn nun für einen Spiessbürger hält. Trotzig, etwas naiv und mit viel Charme will er sein Leben in bessere Bahnen lenken. Doch kurz vor seinem neuen Glück holt ihn die Vergangenheit ein.

Heimatland

Cadrage 2015 ( Zürich ) - Regie: Michael Krummenacher, Jan Gassmann, Lisa Blatter, Gregor Frei, Benny Jaberg, Carmen Jaquier, Jonas Meier, Tobias Nölle, Lionel Rupp, Mike Scheiwiller
Cadrage: 2015
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2015

Regie: Michael Krummenacher, Jan Gassmann, Lisa Blatter, Gregor Frei, Benny Jaberg, Carmen Jaquier, Jonas Meier, Tobias Nölle, Lionel Rupp, Mike Scheiwiller
Produktion: Contrast Film Bern, 2:1 Film, Passanten Filmproduktion

Drehbuch: Michael Krummenacher, Jan Gassmann, Lisa Blatter, Gregor Frei, Benny Jaberg, Carmen Jaquier, Jonas Meier, Tobias Nölle, Lionel Rupp, Mike Scheiwiller
Plakat
Aus Morgenrot wird Abendschwarz: Ein gewaltiger Sturm braut sich über der Schweiz zusammen. Zehn junge RegisseurInnen aus der West- und Deutschschweiz werfen in einem gemeinsamen Film einen facettenreichen Blick hinter das Idyll der Eidgenossenschaft.
Ausgezeichnung 2015 : Zürcher Filmpreis 2015
Jury Begründung –

Dies ist der mutige, spannende und gelungene Versuch, 10 kreative junge Schweizer Köpfe zusammenzubringen, um über unser Land nachzudenken.

In «Heimatland» zieht eine reale Bedrohung auf - eine immerzu grösser werdende Wolke, die sich genau bis an die Schweizer Grenze erstreckt und deren stürmische Entladung vermutlich in Kürze zum Untergang unseres Landes führen wird. Wie reagiert man auf eine solche Situation und was sagt das über unser Heimatland und seine Einwohner aus? Die im Film gezeigten Möglichkeiten sind Flucht, Rückzug ins Reduit, apokalyptische Parties, zertrümmerte Kristallgläser, überhand nehmendes Unterbewusstsein, Selbstjustiz, abwarten, Vögel füttern und Kaffee trinken… «Heimatland» ist in seinen besten Momenten ein rauschartiges Erlebnis, welches es trotz seiner Heterogenität schafft, uns zu fesseln. In Zeiten grosser Migrationsbewegungen regt der stark politische Film zudem zum Denken an und schildert die aktuellen Herausforderungen aus einer Position, die unsere vertraute Wirklichkeit auf den Kopf stellt.

Nach «Heimatland» sind wir gespannt darauf zu sehen, was uns Lisa Blatter, Gregor Frei, Jan Gassmann, Benny Jaberg, Carmen Jaquier, Michael Krummenacher, Jonas Meier, Tobias Nölle, Lionel Rupp und Mike Scheiwiller, alle geboren zwischen 1976 und 1985, in Zukunft zeigen werden.

Iraqi Odyssey

Cadrage 2015 ( Zürich ) - Regie: Samir
Cadrage: 2015
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2015

Regie: Samir
Produktion: Dschoint Ventschr, Coin Film, SRF, WDR - Westdeutscher Rundfunk Köln, Sanad Fund, Furat al Jamil

Drehbuch: Samir
Plakat
Bomben, Krieg, wütende bärtige Männer, verschleierte schluchzende Frauen, kaputte Städte: der Irak von heute in den westlichen Medien. In Kontrast dazu stehen Bilder aus den 50er- und 70er-Jahren: Filme mit frivoler Musik, unverhüllte Frauen, die studieren; elegant gekleidete Männer in Bagdad, einer modernen Stadt. Wie konnte es soweit kommen? Regisseur Samir erzählt die Geschichte seiner globalisierten irakischen Mittelstandsfamilie, verstreut zwischen Auckland, Moskau, Paris, London und Buffalo NY.
Ausgezeichnung 2015 : Zürcher Filmpreis 2015
Jury Begründung –

„Iraqi Odyssey“, ein Dokumentarfilm von und über Samir und seine weltweit verstreute Familie, gewährt uns spannende, informative Einblicke in die Geschichte des Irak. Der Regisseur verknüpft gekonnt  die persönlichen Schicksale und Abhängigkeiten  seiner Protagonisten mit der politischen Lage des Irak und letztendlich der Weltpolitik. Das einzigartige Archivmaterial korrespondiert facettenreich mit der Fabulierkunst der Familienmitglieder und löst beim Zuschauer eine aussergewöhnliche Empathie aus. Dieses Epos über das Entstehen der irakischen Diaspora besticht durch seine Aktualität und schafft es, uns eine neue Sicht der arabischen Welt jenseits der Klischees zu zeigen. Als Überraschung - auch für den Regisseur selbst - entpuppt sich im Film nebenbei Samirs neu entdeckte Liebe zur Schweiz. Trotz seiner Dauer von fast 3 Stunden überzeugt dieses Werk durch seine ungewöhnliche Dramaturgie und das eigenwillig eingesetzte 3D-Format; man hätte durchaus länger zuschauen können.

Königin Po

Cadrage 2015 ( Succès ) - Regie: Maja Gehrig
Cadrage: 2015
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Kurzfilm

Regie: Maja Gehrig
Produktion: Schick Productions, SRG SSR

Drehbuch: Maja Gehrig, Pamela Dürr
Plakat
Es ist Schlafenszeit. Vater und Tochter erfinden eine Welt in der Schwebe, weit über den Wolken. Die Königin dieser Welt heisst Po. In ihrem Reich wohnen Frau Triangel und Herr Vierangel. Die Königin ist ihnen im Weg. Sie schieben sie hin und her, immer schneller, immer mehr, bis diese Welt so hochgeschaukelt ist, dass sie nur noch fallen konnte.

Messages dans l'air

Cadrage 2015 ( Succès ) - Regie: Isabelle Favez
Cadrage: 2015
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Kurzfilm

Regie: Isabelle Favez
Produktion: Nadasdy Film Sarl, Folimage, RTS Télévision Suisse

Drehbuch: Isabelle Favez
Plakat
In einer kleinen Stadt lebt eine junge Frau allein mit ihrer Katze. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein: Während die Frau für alle nur das Beste will, jagt und tötet die Katze alles, was ihr über den Weg läuft. Die junge Frau hat ein Geheimnis: Sie ist in ihren Nachbarn, einen Boxer, verliebt. Dank der Missetaten ihrer Katze kann sie sich ihrer grossen Liebe nähern.

Neuland

Cadrage 2015 ( Succès ) - Regie: Anna Thommen
Cadrage: 2015
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Dokumentarfilm

Regie: Anna Thommen
Produktion: Fama Film, SRF, ZHdK

Drehbuch: Anna Thommen
Plakat
Sie kommen aus aller Herren Länder, die neuen Schüler und Schülerinnen von Herrn Zingg in der Integrationsklasse Basel. Jung und voller Träume für eine bessere Zukunft reisten sie in die Schweiz und setzen nun grosse Hoffnungen in den Lehrer: Er soll ihnen den Weg im neuen Land weisen. Im Laufe von zwei Jahren lernen die Schüler und Schülerinnen Sprache und Kultur der Schweiz kennen. Lehrer Zingg hat dabei immer nur ein Ziel vor Augen: Den durch Schicksalsschläge traumatisierten Jugendlichen einen beruflichen Einstieg in die Gesellschaft zu ermöglichen. Aber der Weg ist hart und steinig.

Northmen

Cadrage 2015 ( Succès ) - Regie: Claudio Fäh
Cadrage: 2015
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Spielfilm

Regie: Claudio Fäh
Produktion: Elite Filmproduktion , Jumping Horse, Two Oceans

Drehbuch: Bastian Zach, Matthias Bauer
Plakat
873 nach Christus: Vom eigenen König verbannt, nimmt eine Horde furchtloser Wikinger Kurs auf Britannien. Ihr Ziel: das Kloster Lindisfarne mit seinen Goldschätzen, die sie unter ihrem draufgängerischen Anführer Asbjörn (Tom Hopper) plündern wollen, um sich vom auferlegten Bann freizukaufen. Von einem schweren Sturm überrascht, zerschellt ihr Drachenboot jedoch an den Felsen vor der schottischen Küste. Gestrandet auf feindlichem Gebiet, ist ihre einzige Chance, sich in das Danelag, eine entfernt gelegene Wikingersiedlung zu retten. Auf ihrem beschwerlichen Weg durch die Highlands bringen die Krieger Lady Inghean (Charlie Murphy), die mutige Tochter des schottischen Königs Dunchaid (Danny Keogh), in ihre Gewalt. Die Verbannten wittern ihre Chance auf ein beträchtliches Lösegeld. Doch Dunchaid hetzt den Entführern sein berüchtigtes „Wolfsrudel“ auf den Hals. Dieser Söldnertrupp ist wegen seiner Grausamkeit im ganzen Land gefürchtet. Nur durch die Unterstützung des geheimnisvollen Mönchs Conall (Ryan Kwanten) entkommen die harten Nordmänner im allerletzten Moment den Angriffen der zu allem entschlossenen „Wölfe“ und ihres erbarmungslosen Anführers Hjorr (Ed Skrein). Conall führt die Wikinger auf den längst vergessenen „Pfad der Schlange“, den einzig sicheren Weg ins Danelang. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt – eine Jagd auf Leben und Tod.

The Meadow

Cadrage 2015 ( Winterthur ) - Regie: Jela Hasler
Cadrage: 2015
Kategorie: Winterthur

Preis / Auszeichnung:
Kurzfilmpreis Winterthur 2015

Regie: Jela Hasler
Produktion: Jela Hasler

Drehbuch: Jela Hasler
Plakat
In trockener, steppenhafter Landschaft weidet eine Rinderherde, begleitet von Hunden, behütet von Cowboys. Stück für Stück entpuppt sich die friedliche Umgebung als trügerisch – während die Kühe ihren Tag beenden, wie sie ihn begonnen haben.
Ausgezeichnung 2015 : Kurzfilmpreis Winterthur 2015
Jury Begründung –

Die Filmemacherin Jela Hasler beleuchtet mit ihrem Kurzfilm eine politisch und geschichtlich, sowie religiös geprägte Region fernab der Schweiz. Die subtilen und scheinbar ganz nebenbei eingefangenen Bilder kommen ohne Dialog aus. Gekonnt lässt sie ihre schweizerischen Wurzeln durch Musik und Sujet in ihren dokumentarischen Kurzfilm „The Meadow“ einfliessen, wodurch der Film zu einer feinfühligen Momentaufnahme der Golanhöhen montiert. Herzliche Gratulation an Jela Hasler zum Winterthurer Kurzfilmpreis 2015!

Yalom's Cure

Cadrage 2015 ( Succès ) - Regie: Sabine Gisiger
Cadrage: 2015
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Dokumentarfilm

Regie: Sabine Gisiger
Produktion: Das Kollektiv für audiovisuelle Werke, Vega Film, SRF

Drehbuch: Sabine Gisiger
Plakat
Der 80-jährige Psychiater und Bestsellerautor Irvin D. Yalom gilt als der einflussreichste Psychotherapeut der USA. Er hat weltweit Millionen von Büchern verkauft, Kritiker beschreiben ihn als inspirierend, fesselnd und lebensverändernd. Sein Werk betont den Wert von Beziehungen und dreht sich um die Frage, wie Therapie funktioniert. Der Film bietet mehr als eine klassische Biografie: Yalom nimmt das Publikum mit auf eine existentielle Reise durch die vielen Schichten der menschlichen Psyche. In der Rolle des Reiseleiters teilt er seine Einsichten und gewährt tiefe Einblicke in sein eigenes Seelenleben.

Das Leben drehen

Cadrage 2016 ( Zürich ) - Regie: Eva Vitija
Cadrage: 2016
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2016

Regie: Eva Vitija
Produktion: SwissDok GmbH

Drehbuch: Eva Vitija
Plakat
Als Eva Vitija volljährig wurde, bekam sie von ihrem Vater einen abendfüllenden Film über ihr bisheriges Leben. Er hätte ihr kein schlimmeres Geschenk machen können. Denn der Vater und Filmemacher Joschy Scheidegger dokumentierte seine Familie obsessiv. Und Tochter Eva hatte immer vergeblich versucht, seiner Kamera zu entkommen. Erst sein Tod bewog sie dazu, nicht nur sein riesiges Filmarchiv, sondern auch seine Kamera zu übernehmen. Sie tat, was ihr zuvor im Traum nicht eingefallen wäre: Sie drehte einen Film über das Leben ihres Vaters.
Ausgezeichnung 2016 : Zürcher Filmpreis 2016
Jury Begründung –

Filmende Väter, die schöne Momente ihres Familienlebens festhalten wollen, kennen viele aus eigener Erfahrung. Die Besessenheit, mit der Joschy Scheidegger, von Beruf Schauspieler und Regisseur beim Schweizer Fernsehen, fast jede Regung seiner Frau und Kinder aufgezeichnet hat, übersteigt das übliche Mass jedoch bei weitem. Entsprechend gigantisch ist das Material, das er bei seinem Tod hinterlassen hat. Eva Vitija, seine Tochter, hat es sich zur Aufgabe gemacht, aus diesem Nachlass einen Film zu drehen. Woher diese Obsession, alles festhalten zu wollen? Wie verändert der ständige Blick durch die Linse die Wahrnehmung? Und was heisst es, ständig gefilmt zu werden? Dies sind nur einige der Fragen, denen Eva Vitija auf ihrer Forschungsreise durch die eigene Familiengeschichte nachspürt. Dass sich der Einblick in familiäre Zusammenhänge und Abgründe für uns Zuschauer nicht nur als unterhaltsam und vergnüglich, sondern auch als spannend, tiefsinnig und emotional aufwühlend herausstellt, ist dem enormen Geschick der Autorin zu verdanken, das vorhandene Material sowie eigene Interviews und Kommentare in eine schlüssige Form zu bringen. Das Leben drehen überzeugt nicht zuletzt deshalb, weil die bewegende Dramaturgie der Ereignisse stets um eine Reflexionsebene ergänzt ist, die über das Persönliche der Familiengeschichte hinausweist.

Dem Himmel zu nah

Cadrage 2016 ( Zürich ) - Regie: Annina Furrer
Cadrage: 2016
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2016

Regie: Annina Furrer
Produktion: Recycled TV AG

Drehbuch: Annina Furrer
Plakat
Ausgehend von ihrer eigenen bewegten Familiengeschichte, spürt die Regisseurin unserem Verhältnis zu Tod und Freitod nach und dringt dabei zu universellen Fragen unserer Verantwortung dem eigenen Leben gegenüber vor. Angestossen durch das Schicksal ihrer Geschwister, die sich beide das Leben genommen haben, lotet die Filmerin den Handlungsspielraum von Angehörigen aus, die mit Anteilnahme und Liebe während Jahren versuchen, auf ihre Nächsten einzuwirken. Wie weit reicht ihr Einfluss auf das Leben ihrer Nächsten? Sind ihnen die Grenzen nicht viel enger gesetzt als sie vermuten?
Ausgezeichnung 2016 : Zürcher Filmpreis 2016
Jury Begründung –

Annina Furrer hat nach dem Selbstmord ihres Bruders – es war bereits der zweite Suizid eines Geschwisters – eine Spurensuche in der Familie unternommen, um herauszufinden, wann denn "Sand ins Getriebe" gekommen sei. Mit ihrem lebensbejahenden Dokumentarfilm verarbeitet sie den Schmerz, und fächert in Gesprächen mit der Mutter und dem Bruder sowie über Briefe, Fotos und Tonbandaufnahmen ihres verstorbenen Bruders eine Familiengeschichte voller Schicksalsschläge auf, welche die Suizide zwar nicht restlos    erklären, aber wenigstens nachvollziehbar machen. Ein klug aufgebauter Film voller intimer Momente, der von grosser Courage der Regisseurin und ihrer Angehörigen zeugt und das Publikum ungemein berührt.

Dürrenmatt - Eine Liebesgeschichte

Cadrage 2016 ( Succès ) - Regie: Sabine Gisiger
Cadrage: 2016
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Dokumentarfilm

Regie: Sabine Gisiger
Produktion: Das Kollektiv

Drehbuch: Sabine Gisiger
Plakat
Der Film setzt dem Menschen, Denker, Schriftsteller und Maler Friedrich Dürrenmatt ein intimes filmisches Denkmal. Im Zentrum des Films steht die bisher unbekannte Liebesgeschichte von Friedrich Dürrenmatt und seiner Frau Lotti Dürrenmatt-Geissler. Vierzig Jahre lebten die beiden in einer engen Beziehung. Nach Lottis Tod 1983 stürzte Dürrenmatt in eine tiefe Krise, aus der er sich mit einer neuen, grossen Liebe befreite. Seine Schwester Verena Dürrenmatt und seine Kinder Peter Dürrenmatt und Ruth Dürrenmatt erzählen erstmals und exklusiv von ihrem Bruder und Vater.

Europe, She Loves

Cadrage 2016 ( Zürich ) - Regie: Jan Gassmann
Cadrage: 2016
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2016

Regie: Jan Gassmann
Produktion: 2:1 Film GmbH

Drehbuch: Jan Gassmann
Plakat
Europe on the verge of social and economic change. A close up into the shaken vision of four couples, daily struggles, fights, kids, sex and passion. A movie about the politics of love. Seville, Tallinn, Dublin, Thessaloniki. Europe, she loves.
Ausgezeichnung 2016 : Zürcher Filmpreis 2016
Jury Begründung –

Durch den Einblick in den intimen Alltag vier junger Paare seiner eigenen Generation zeigt uns Jan Gassmann eine Momentaufnahme des heutigen Europas. Dabei wagt er nicht nur einen Schritt über unsere Landesgrenzen hinaus, sondern verwebt auch gekonnt visuell starke, ästhetisch-symbolische Bilder mit aus dem Off eingespielten unheilvollen Nachrichten. So lässt uns der Film hautnah die europäische Krise miterleben, von der in der Schweiz kaum etwas spürbar ist. Während seiner Reise durch die Randzonen der heutigen EU sucht der Regisseur nach Gemeinsamkeiten, zieht Parallelen und schafft es dadurch, dem politischen Diskurs über Europa endlich ein Gesicht zu geben.
«Europe, She Loves» ist nicht zuletzt ein radikaler, kontroverser Film, der durch sein visionäres Konzept besticht, polarisiert, lange nachhallt und zum Denken anregt, vor allem darüber, was uns in der heutigen Zeit verbindet – und was uns trennt.

Giovanni Segantini - Magie des Lichts

Cadrage 2016 ( Succès ) - Regie: Christian Labhart
Cadrage: 2016
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Dokumentarfilm

Regie: Christian Labhart
Produktion: Kosmos Film GmbH

Drehbuch: Christian Labhart
Plakat
Kunstmaler, Anarchist, Aussteiger, Sans Papiers: Das alles war Giovanni Segantini. Er schuf, meist unter freiem Himmel, monumentale Werke in der idealisierten Natur einer Hochgebirgslandschaft. Im Lauf seines Lebens stieg er auf der Suche nach mehr Licht immer höher hinauf, 41-jährig starb er im Engadin in einer Alphütte auf 2700m. Der Film öffnet den Blick in seine schwierige Kindheit und Jugend, nimmt Anteil an seinen inneren Prozessen und Krisen beim Malen und an seinem widersprüchlichen Umgang mit Mutterliebe und Erotik und schliesslich an seinem verzweifelten Kampf gegen den Tod.

Heimatland

Cadrage 2016 ( Succès )
Cadrage: 2016
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Spielfilm

Produktion: Contrast Film GmbH

Drehbuch/Regie: Lisa Blatter, Gregor Frei, Jan Gassmann, Benny Jaberg, Carmen Jaquier, Michael Krummenacher, Jonas Meier, Tobias Nölle, Lionel Rupp, Mike Scheiwiller
Plakat
Aus Morgenrot wird Abendschwarz: Ein gewaltiger Sturm braut sich über der Schweiz zusammen. Zehn junge RegisseurInnen aus der West- und Deutschschweiz werfen in einem gemeinsamen Film einen facettenreichen Blick hinter das Idyll der Eidgenossenschaft.

Iraqi Odyssey (3D)

Cadrage 2016 ( Succès ) - Regie: Samir
Cadrage: 2016
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Dokumentarfilm

Regie: Samir
Produktion: Dschoint Ventschr

Drehbuch: Samir
Plakat
Bomben, Krieg, wütende bärtige Männer, verschleierte schluchzende Frauen, kaputte Städte: der Irak von heute in den westlichen Medien. In Kontrast dazu stehen Bilder aus den 50er- und 70er-Jahren: Filme mit frivoler Musik, unverhüllte Frauen, die studieren; elegant gekleidete Männer in Bagdad, einer modernen Stadt. Wie konnte es soweit kommen? Regisseur Samir erzählt die Geschichte seiner globalisierten irakischen Mittelstandsfamilie, verstreut zwischen Auckland, Moskau, Paris, London und Buffalo NY.

Raving Iran

Cadrage 2016 ( Zürich ) - Regie: Susanne Regina Meures
Cadrage: 2016
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2016

Regie: Susanne Regina Meures
Produktion: Christian Frei Filmproduktion GmbH und ZHdK

Drehbuch: Susanne Regina Meures
Plakat
Arash und Anoosh arbeiten als DJs in Teherans Underground-Technoszene. Ohne Zukunftsaussichten und dem ewigen Versteckspiel müde, planen sie unter gefährlichen Umständen einen letzten manischen Rave in der Wüste. Zurück in Teheran, versuchen sie ihr illegales Musikalbum ohne Bewilligung unter die Leute zu bringen. Als Anoosh an einer Party verhaftet wird, erlischt auch der letzte Funke Hoffnung. Doch dann erreicht sie ein Anruf aus Zürich von der grössten Techno Party der Welt. Die Euphorie in der Schweiz verflüchtigt sich jedoch schnell, als ihnen der Ernst der Lage bewusst wird.
Ausgezeichnung 2016 : Zürcher Filmpreis 2016
Jury Begründung –

«Raving Iran» ist die Geschichte von Anoosh und Arash, die davon träumen, als DJs die Welt zu erobern. Ihr Heimatland Iran bietet dazu kaum oder besser: gar keine Möglichkeit. Die Produktion eines Musikalbums etwa wird zum zermürbenden Spiessrutenlauf. Da erreicht sie unverhofft die Einladung an die Street Parade in Zürich, wo sie sich schliesslich schweren Herzens für das Exil entscheiden. Das Dokumentarfilmdebüt von Susanne Regina Meures, mit dem sie ihren Master an der ZHdK abschliesst, erzählt eine ebenso atmosphärische wie spannungsvolle Geschichte, die uns vom ersten Augenblick an packt und uns unbemerkt mitnimmt, sowohl auf illegale Partys wie beim Gang auf die Ämter. «Raving Iran» gelingt trotz einfachster Mittel – ein Grossteil musste aus Sicherheitsgründen mit Handy gefilmt werden – eine ästhetisch überzeugende Umsetzung. Meures’ Film ermöglicht dabei im Kleinen einen aufschlussreichen Einblick in die iranische Gesellschaft und deren Alltag, in dem eine restriktive Zensur und eine lebensfeindliche Ideologie die Menschen in Schach halten.

Ruben Leaves

Cadrage 2016 ( Succès ) - Regie: Frederic Siegel
Cadrage: 2016
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Kurzfilm

Regie: Frederic Siegel
Drehbuch: Frederic Siegel
Plakat
Ruben wird auf dem Weg zur Arbeit von neurotischen Zwangsvorstellungen heimgesucht. Ist die Wohnungstür verschlossen? Ist der Gasherd wirklich ausgeschaltet? Immer absurder wirkende Szenarien plagen Rubens kreativen Geist wodurch sich Realität und Fantasie langsam aber stetig ineinander vermischen.

Schellen-Ursli

Cadrage 2016 ( Zürich ) - Regie: Xavier Koller
Cadrage: 2016
Kategorie: Zürich

Preis / Auszeichnung:
Zürcher Filmpreis 2016

Regie: Xavier Koller
Produktion: C-Films AG

Drehbuch: Stefan Jäger, Xavier Koller
Plakat
Nach dem gleichnamigen Kinderbuch «Schellen-Ursli» von Selina Chönz und Alois Carigiet.
Ausgezeichnung 2016 : Zürcher Filmpreis 2016
Jury Begründung –

Die Verfilmung des «Schellen-Ursli» durch Xavier Koller verbindet gekonnt die Bilderwelt des populären Bündner Kinderbuchs mit modernster Computertechnik. Insbesondere die Ausstattung sorgt mit viel Detailsorgfalt für eine ungezwungene historische Authentizität. So lässt der Film nicht nur – abseits der eigentlichen Ortschaft – den Charme des Engadiner Bauerndorfs Guarda aufleben. Er setzt auch überzeugend die dramatischen Höhepunkte in Szene, etwa die waghalsige Fahrt des Schellen-Ursli auf der grossen Glocke vom Maiensäss ins Dorf. Die Special Effects ergänzen die Vorlage um Anleihen bei Märchen und Actionfilm und vermögen es, die ursprüngliche Geschichte um den Dorfbuben, der den Chalandamarz schliesslich doch mit der grossen «Plumpe» statt der kleinen Schelle feiern kann, sanft und spannungsreich für ein zeitgenössisches Publikum zu gestalten.

Schellen-Ursli

Cadrage 2016 ( Succès ) - Regie: Xavier Koller
Cadrage: 2016
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Spielfilm

Regie: Xavier Koller
Produktion: C-Films AG

Drehbuch: Stefan Jäger
Plakat
Nach dem gleichnamigen Kinderbuch «Schellen-Ursli» von Selina Chönz und Alois Carigiet.

Subotika - Land of Wonders

Cadrage 2016 ( Succès ) - Regie: Peter Volkart
Cadrage: 2016
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
1. Platz Kurzfilm

Regie: Peter Volkart
Drehbuch: Peter Volkart
Plakat
Subotika, eine kaum bekannte Insel auf der anderen Hälfte der Erdkugel. Um den Fremdenverkehr der Republik anzukurbeln, gibt der Aussenminister einen Reklamefilm in Auftrag. Ein Filmwerk über ein zauberhaftes Land mit aussergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten, grossartigen Visionen und ein paar geringfügigen Problemen.

The Meadow

Cadrage 2016 ( Succès ) - Regie: Jela Hasler
Cadrage: 2016
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
2. Platz Kurzfilm

Regie: Jela Hasler
Drehbuch: Jela Hasler
Plakat
In trockener, steppenhafter Landschaft weidet eine Rinderherde, begleitet von Hunden, behütet von Cowboys. Stück für Stück entpuppt sich die friedliche Umgebung als trügerisch – während die Kühe ihren Tag beenden, wie sie ihn begonnen haben.

The way down to your belly

Cadrage 2016 ( Winterthur ) - Regie: Jonas Meier
Cadrage: 2016
Kategorie: Winterthur

Preis / Auszeichnung:
Kurzfilmpreis Winterthur 2016

Regie: Jonas Meier
Produktion: Zweihund GmbH

Drehbuch: Jonas Meier
Plakat
Satellitenstadt-Science-Fiction im Verkehrskreisel. In diesem statischen Roadmovie versucht ein Dedektiv mittels Meditations-Kassette im Bandgerät seines VW T1 etwas Schlaf zu finden. Bis drei Hippies aus einem Schrei-Ashram auftauchen und ihren Bus zurückfordern, um darin zu sterben.
Ausgezeichnung 2016 : Kurzfilmpreis Winterthur 2016
Jury Begründung –

Durch reduzierte, kraftvolle Bilder kreiert der Filmemacher eine surreale Welt, in der man den eintönigen Lebensstil des schlaflosen Kriminalpolizisten Rob nachempfindet. Lange Einstellungen, eine ruhige Montage und der Soundtrack lassen beim Zuschauer aber keineswegs Monotonie aufkommen, sondern ermöglichen die Erkundung der durchdacht komponierten Bilder und Narration.  Mit Verwunderung und einem Schmunzeln geniesst man, wie die drei Hippies Rob’s Gleichtrott aus den Fugen bringen…

Ganz herzliche Gratulation an Jonas Meier zum Winterthurer Kurzfilmpreis 2016 für seinen Film «The Way Down to Your Belly»!

Usfahrt Oerlike

Cadrage 2016 ( Succès ) - Regie: Paul Riniker
Cadrage: 2016
Kategorie: Succès

Preis / Auszeichnung:
3. Platz Spielfilm

Regie: Paul Riniker
Produktion: Triluna Film AG

Drehbuch: Christa Capaul
Plakat
Wenn Hans zurückblickt, muss er sagen: Das war ein gutes Leben! Er hat die Welt gesehen, sein Martheli geliebt und ja, zwei, drei Dinge sind schiefgelaufen. Aber darüber muss man nicht reden. Und jetzt? Seit zwei Jahren ist Martha tot, er kann den Alltag kaum noch bewältigen und von einem Besuch beim Tierarzt kommt sein geliebter Hund Miller nicht mehr nach Hause zurück. Hans ist müde. Eigentlich mag er nicht mehr. Er möchte sterben. Aber darüber spricht man nicht. Oder bestenfalls mit Willi, seinem Freund. Ihm vertraut er, ihn betrachtet er als seinen Verbündeten, der ihm helfen soll, seinen Plan umzusetzen. Willi, der wahre Freund, der zu ihm hält bis zum Schluss…
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